Fünf Fehler bei der Kaffeezubereitung

Dez 29, 2014 von

Fünf Fehler bei der Kaffeezubereitung

Bei der Kaffeezubereitung können die Kaffeetrinker verschiedene Fehler machen, die auf weitverbreiteten Irrtümern basieren. Wir haben die fünf häufigsten Fehler einmal zusammengefasst, weil sie unserer Meinung nach zum Kaffeewissen gehören. Übrigens gelten sie für alle Zubereitungsarten, in der Kanne ebenso wie im Halbautomaten oder im Vollautomaten.

1. Fehler: falsche Menge bei der Kaffeezubereitung

Zu viel und zu wenig Kaffeepulver wirken sich gleichermaßen prekär auf die Kaffeezubereitung aus. Zu viel Pulver macht den Kaffee allerdings nicht bitter, das geschieht im Gegenteil bei zu wenig Kaffeepulver. In diesem Fall entsteht bittere Plörre, weil einfach das Wasser aus dem winzigen Häufchen Kaffee verstärkt Bitterstoffe entziehen kann. Zu viel Kaffee wiederum überfordert das Wasser beim Lösen wichtiger Aromastoffe. Daher lautet die Empfehlung, exakt 10 Gramm Kaffeepulver für eine Wassermenge von 180 Millilitern zu verwenden. Das Wasser soll allerdings nicht kochen, um einen weiteren Fehler zu vermeiden:

2 Fehler bei der Kaffeezubereitung: zu hohe Wassertemperatur

Kaffee gelingt bei 93 – 96 °C, alle Halb- und Vollautomaten verwenden diese Temperatur. Wenn das Wasser diese Temperatur nicht erreicht, entsteht zwar so etwas wie Kaffee, jedoch wird aus dem Kaffeepulver zu wenig Aroma extrahiert. Kochendes Wasser wiederum fermentiert den Kaffee: Es setzt Bitter- und Gerbstoffe frei. Danach schmeckt der Kaffee anschließend auch, nämlich bitter. Wer schon einmal beste Kaffees aus dem Hochland einfach mit kochendem Wasser übergossen hat, musste betrübt diesen Effekt feststellen.

3. Fehler: nicht frisches Ausgangsmaterial

Wenn der Kaffee gemahlen wurde, muss er auch bei relativ guter Lagerung im verschlossenen Glas – also keiner Aromalagerung – in einer Woche aufgebrüht werden. Es gibt zwar Versuche, den Kaffee luftdicht zu lagern, die Empfehlungen für ein Kühlregal tragen jedoch zwiespältigen Charakter, denn der Kaffee soll zwar kühl, dabei aber auch trocken gelagert werden – und richtig trocken ist es im Kühlschrank nie. Zwar kommen Vakuumdosen zum Einsatz, doch diese müssen zwangsläufig geöffnet werden, damit dringt feuchte Luft ein. Das bedeutet: Angebrochener Kaffee ist alsbald zu verbrauchen. Noch besser ist es, die Bohnen frisch zu mahlen, ohne dass Fehler Nummer vier passiert:

4. Fehler bei der Kaffeezubereitung: falscher Mahlgrad

Nicht umsonst weisen moderne Kaffeevollautomaten diverse Einstellungsmöglichkeiten für den Mahlgrad des Kaffees auf. Der Mahlgrad gilt als Wissenschaft für sich, erkennbar an beispielsweise 12 bis 15 Graden, die jede bessere Espressomaschine mitbringt. Viele weitere Faktoren spielen mit dem Mahlgrad zusammen: die Röstung, die Bohnensorte und nicht zuletzt die Dauer des Brühvorganges. Bei einer French Press oder Aeropress etwa muss der fertige Kaffee immerhin vier Minuten ziehen, erst dann wird der Stempel gedrückt. Hier macht sich ein grober Mahlgrad erforderlich, damit das heiße Wasser nicht zu viele Bitterstoffe aufnimmt. Die Espressomaschine wiederum benötigt Kaffeepulver mit einem sehr feinen Mahlgrad, denn dieses Pulver wird in maximal 17 Sekunden durch das Sieb gepresst.

5. Fehler: falsche Kaffeesorte für die gewünschte Kaffeezubereitung

5. Fehler falsche Kaffeesorte für die gewünschte Kaffeezubereitung

5. Fehler falsche Kaffeesorte für die gewünschte Kaffeezubereitung

Nicht alle Kaffees aus dem Hochland eignen sich für eine Aeropress, auch Kaffees aus Espressomaschinen und Halbautomaten oder türkischer Kaffee gelingen mit bestimmten Sorten am besten. Liebhaber sollten wissen, dass afrikanischer Kaffee sehr lebhaft und intensiv mit Beeren- oder Kräuternote, indonesischer Kaffee mit erdigem Charakter und lateinamerikanische Kaffees mit mittlerem Körper auftreten. Zum Kaffeewissen um die Kaffeezubereitung gehört auch die Kenntnis dieser Sorten.

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