Die Hauptkaffeeanbaugebiete der Erde

Mai 5, 2015 von

Die Hauptkaffeeanbaugebiete der Erde

Kaffee wächst in bestimmten Höhenlagen und unter ausgeglichenen klimatischen Bedingungen am besten. Das ist die Basis für eine Region, die irgendwann zum Hauptkaffeeanbaugebiet geworden ist. Diese Bedingungen finden sich am ehesten in Äquatornähe, weshalb dort am häufigsten ein Hauptkaffeeanbaugebiet zu finden ist.

Wie ist ein Hauptkaffeeanbaugebiet beschaffen?

Das Klima, wie es beispielsweise in Äthiopien, Kolumbien, Nicaragua oder Brasilien zu finden ist, weist Durchschnittstemperaturen zwischen 18 – 25 °C bei einem Maximum von 30 °C und Mindesttemperaturen von 13 °C auf. Frost darf überhaupt nicht auftreten. Die Pflanzen brauchen jährlich Wasser entsprechend einer Niederschlagsmenge von jährlich etwa 1.500 bis 2.000 Millimeter pro Quadratmeter. Sollten 1.000 Millimeter unterschritten werden, ansonsten aber sehr gute Bedingungen herrschen, bewässern die Kaffeebauern ihre Plantagen. Bei unter 800 Milliliter ist der Anbau nicht möglich. Robusta-Kaffee braucht etwas mehr Wasser als die Sorte Arabica, es darf nicht zu viel Sonne und Wind herrschen, die Böden müssen tiefgründig und locker sein, also gut durchlüftet. Ein Hauptkaffeeanbaugebiet für Arabica-Bohnen liegt oft in Höhen zwischen 600 – 1.200 m, für Robusta-Bohnen zwischen 300 – 800 m.

Welche Regionen gelten als wichtiges Hauptkaffeeanbaugebiet?

Die Hauptkaffeeanbaugebiete der Erde

Die Hauptkaffeeanbaugebiete der Erde

In Kolumbien ist es die Region um Manizales sowie das Tal um Cocora, des Weiteren das Kaffeedreieck eje cafetero. Der Kaffeeanbau findet hier um die Städte Pereira, Manizales und Armenia herum statt, daher “Kaffeedreieck”. Dort in den Andenkordilleren ist die Landschaft grün und hügelig, der Kaffeeanbau findet auf kleinen und mittleren Flächen durch Familienbetriebe statt. Auch die kolumbianische Stadt Pereira mit ihrem Umland ist ein wichtiges Hauptkaffeeanbaugebiet, ein weiterer Ort in Kolumbien wäre Salento. In Brasilien ist das Hauptkaffeeanbaugebiet der Südstaat Paraná, weil dort die Landschaft üppiges Hochland zu bieten hat, was ideale Bedingungen für den Anbau der Arabica-Bohne bietet. Diese macht gleichzeitig rund 80 % der brasilianischen Kaffeeproduktion aus, der Rest entfällt auf Robusta-Bohnen. Ein weiteres wichtiges Land in Mittelamerika ist Nicaragua, die Hauptkaffeeanbaugebiete sind El Salvador und Santo Domingo. Aus Jamaica kommt der berühmte Blue Mountain-Kaffee, der in Europa sehr selten getrunken wird, was einzig an den exorbitant hohen Kosten von rund 120 Dollar pro Kilo liegt (zum Vergleich: Arabica kostet rund 10 bis 12 Dollar pro Kilogramm).

Hauptkaffeeanbaugebiet für herbe Aromen

ist Mexiko, dort wiederum die Gegend um Soconusco. Das Land hat sogar mit der “ruta del cafe” eine eigene Kaffeestraße. Kaffees aus Costa Rica gelten mit als die besten Sorten der Welt mit ihrem intensiven Duft und dem kräftigen, vollmundigen Aroma, allerdings gibt es zeitweise Durchmischungsprobleme mit minderwertigen Sorten. Auch Hawaii ist ein Hauptkaffeeanbaugebiet, Ecuador spielt eine große Rolle, in Afrika sind es die Staaten Äthiopien, Uganda und Südafrika, aus denen der meiste Kaffee kommt. Im Tschad wächst die seltene Excelsa-Sorte, Kenia liefert Arabica-Kaffee für den deutschen Markt. Dieses Hauptkaffeeanbaugebiet erreicht Höhen bis 2.100 Meter. Selbst in Asien und Australien baut man inzwischen erfolgreich Kaffee an, das Hauptkaffeeanbaugebiet in Asien ist Vietnam.

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