Erhöht Kaffee die Leistungsfähigkeit?

Mai 20, 2015 von

Erhöht Kaffee die Leistungsfähigkeit?

Die Erhöhung der Leistungsfähigkeit durch Kaffee gilt inzwischen als unumstritten, jedoch fragen sich immer noch die Kaffeetrinker, wie das genau funktioniert, welche Rezeptoren im Gehirn im Gehirn daran beteiligt sind und welche Inhaltsstoffe genau für die Leistungssteigerung durch den Kaffeekonsum verantwortlich sind. Auch lautet eine der Kernfragen, ob die Erhöhung der Konzentration mit sehr viel Kaffee möglicherweise mit einem hohen Risiko für den Kreislauf verbunden ist.

Leistungsfähigkeit durch Kaffee: Welche Rolle spielt das Koffein?

Koffein hat ein breites Wirkungsspektrum, in geringen Dosen ist es vorrangig ein Stimulans. Die Substanz regt die Psyche an, sie steigert Antrieb und Konzentration, weil sie die Blut-Hirn-Schranke nahezu ungehindert passiert und anschließend eine anregende Wirkung im Zentralnervensystem entfaltet. Eine erregende Wirkung, die bei einigen Kaffeetrinkern manchmal zu beobachten ist, tritt erst bei hohen Dosen auf. Das Koffein ist außerdem ein Antagonist an den Adenosinrezeptoren, die ihre Wirkung im Zentralnervensystem, bei Immunreaktionen und bei Herz-Kreislauf-Funktionen entfalten. Das beleuchtet die Rolle des schwarzen Getränks neu, denn seit rund einem Jahrzehnt betrachtet man nicht nur die Leistungsfähigkeit durch Kaffee, sondern auch dessen Rolle für die Gesamtgesundheit. Hier hat ein radikales Umdenken im Verlaufe der letzten zwei Jahrzehnte eingesetzt: Während bis in die 1990er Jahre vor zu viel Kaffee gewarnt wurde, gilt er heute als insgesamt sehr gesund. Dabei ist und bleibt das Maß ausschlaggebend.

Tests der Leistungsfähigkeit durch Kaffee

Erhöht Kaffee die Leistungsfähigkeit?

Erhöht Kaffee die Leistungsfähigkeit?

Natürlich möchten es Wissenschaftler etwas genauer wissen, sie führten daher etliche Tests zur Leistungsfähigkeit durch Kaffee durch. Autofahrern gab man nachts 125 ml Kaffee mit einer

Dosis zwischen 120 – 150 mg Koffein zu trinken und testete daraufhin das Reaktionsvermögen. Die Wirkung glich der eines Kurzschlafs. Auch die Steigerung der visuellen Aufmerksamkeit konnte in standardisierten Testsystemen belegt werden. Der Hintergrund für dieses Neuro-Enhancement ist im Andocken an die oben beschriebenen Rezeptoren zu finden, der Zusammenhang ist auch nicht neu: Schon vor über einem halben Jahrhundert gab es Flieger- oder Autofahrerschokolade mit einem Koffeingehalt von 0,2 %, die anregend wirkte. Das Koffein kam in diesem Fall nicht nur aus geröstetem Kaffeepulver in der Schokolade, sondern auch aus dem Pulver der Kolanuss.

 

Kaffee und Sport

Die Leistungsfähigkeit durch Kaffee zeigt sich auch bei Sportlern. Dass Kaffee Schmerzen lindern kann, ist schon länger bekannt, doch erst seit wenigen Jahren nutzen Leistungssportler gezielt das schwarze Getränk zur Erhöhung der Ausdauer und Belastbarkeit. Auch hierfür ist der schmerzlindernde Effekt verantwortlich, der naturgemäß die Leistungsfähigkeit durch Kaffee beim Sport erhöht. Dabei bevorzugen Sportler gern die Bohnen der Sorte Robusta, die etwas mehr Koffein enthalten (etwa 2,5 % gegenüber rund 1,2 % in Arabica-Bohnen). Weltsportverbände hatten das schon länger vermutet und Kaffee früher auf Dopinglisten gesetzt, ihn dort jedoch ab 2004 gestrichen. Die Erhöhung der sportlichen Leistungsfähigkeit durch Kaffee gilt seither als legitim und wird gern genutzt.

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