Geschichte Costa Ricas Hochland-Kaffee

Aug 4, 2014 von

Geschichte Costa Ricas Hochland-Kaffee

Kaffee aus Costa Rica ist nicht nur für seine beste Bohne und die hochkarätige Röstung bekannt, sondern auch für gute Handelsbedingungen, die den dortigen Kleinbauern in den Kooperativen zugute kommen. Kaffee aus Costa Rica gehörte zu den ersten Projekten, bei denen Kaffee mit Methoden des Fairtrade nach Europa exportiert wurde. Inzwischen haben sich etliche Anbauländer dieser Initiative angeschlossen.

Seit wann gibt es Kaffee aus Costa Rica?

Das gut entwickelte südamerikanische Land produzierte seit den 1830er Jahren eigenen Kaffee. Das Land von der Fläche Niedersachsens hatte sich soeben (1821 unter Braulio Carrillo) von der spanischen Herrschaft befreit und eine kurze, nachrevolutionäre Gewaltepisode überstanden. Anschließend blühte es wirtschaftlich enorm auf, bis heute gilt Costa Rica oft als “Schweiz Südamerikas”. Seit 1949 – mit der Einführung der Präsidialen Republik – verzichtet Costa Rica auf ein ausgebautes Militär und ist daher auch nicht von häufigen Putschversuchen betroffen, der Staat ist politisch ruhig und prosperiert wirtschaftlich. Das hat dem Kaffeeanbau in Costa Rica bis heute geholfen. Bis in die 1980er Jahre entwickelte sich das Land außerordentlich stark, danach verfielen weltweit diecosta-rica-kaffee Kaffeepreise und schadeten damit auch dem Kaffee aus Costa Rica. Nach wie vor finden sich hier aber ausgezeichnete Anbaugebiete im Tarrazu Hochland und in im Tres Rios, wo der Kaffeeanbau bis in 1.800 Meter Höhe betrieben werden kann. Für Kaffeekenner ist wichtig, dass in Costa Rica ausschließlich Arabica Sorten angebaut werden.

Kooperativen in Costa Rico

Wie erwähnt war Costa Rica eines der ersten Anbauländer, in denen sich Kleinbauern zu Kooperativen zusammenschlossen und am Fairtrade-Programm teilnahmen. Nur dadurch ist eine angemessene Bezahlung der Bauern möglich. Kaffee aus Costa Rica kann daher etwas teurer sein, jedoch bringt er eine so außerordentliche Qualität mit, dass sich der Kauf lohnt. Im Land wurden viele Lohnregelungen und weitergehende Absicherungen für die auf den Kaffeeplantagen Beschäftigten geschaffen, darüber hinaus erhöhen weitere Faktoren leicht die Kosten für den Kaffee aus Costa Rica. Die Anbauflächen sind in den Höhenlagen oft abgelegen, der Anbau erfolgt absolut naturnah und die Ernte von Hand. Das steigert die Kosten, aber nicht so sehr, dass Kaffee aus Costa Rico unerschwinglich würde.

Die Qualität des Kaffees aus Costa Rica

wird maßgeblich durch die Anbaugebiete, deren Bodenbeschaffenheit und die dort vorherrschenden klimatischen Bedingungen bestimmt. Die Böden sind vulkanischen Ursprungs, zudem unterliegt das mittelamerikanische Land dem klimatischen Einfluss zweier Ozeane. Das lässt Costa Rica zum Paradies für den Kaffeeanbau werden. Die Bohnen haben viel Zeit für ihre Reifung und finden sehr ausgewogene Wachstumsbedingungen vor. Dadurch erhalten die Kaffeesträucher auf Costa Rica eine dichte Struktur, die Kaffeebohnen können ein ausgezeichnetes, sehr feines Aroma entwickeln. Diese besondere Qualität wird auf den Kaffeepackungen aus Costa Rica mit dem Qualitätssiegel “SHB” für “Strictly Hard Beans” gekennzeichnet. Zusätzlich stehen die Kooperativen der Kleinbauern in einem gesunden Wettbewerb um die beste Qualität, sie pflegen nachhaltig ihre Plantagen und verarbeiten die Früchte ungemein akkurat. Das wiederum ist eine Folge von Fairtrade, denn selbstständige Kleinbauern, die sich angemessen bezahlt fühlen, wissen das durchaus zu würdigen und setzen es in die entsprechenden Bemühungen um, was den Kaffee aus Costa Rica so begehrt macht.

 

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