Die Geschichte des Kaffee in Europa

Jan 7, 2014 von

Die Geschichte des Kaffee in Europa

Wann kam der Kaffee nach Europa?

 

Bereits im Jahr 1573 machte der Augsburger Arzt Leonhard Rauwof Bekanntschaft mit dem genussvollen Heißgetränk und verbreitete seine Erfahrungen mit Kaffee in Europa. Prospero Alpino, ein italienischer Arzt und Botaniker, beschrieb 1592 in Italien das Aussehen und die Wirkung der Kaffeepflanze auf den menschlichen Körper.

Etwa ein halbes Jahrhundert später wurden Kaffeehäuser in Venedig, Oxford, London und Paris errichtet. Das erste deutsche Kaffeehaus öffnete 1673 in Bremen seine Türen. Das erste Wiener Kaffeehaus wurde 1685 von Johannes Theodat eröffnet. Ein Armenier, der in Wien lebte und im selben Jahr von den Oberhäuptern der Stadt Wien das Recht zugesprochen bekam, 20 Jahre lang als einziger Vertreiber von Kaffee in Wien tätig zu sein.

Erst vier Jahre Später wurde ein weiteres Kaffeehaus in Hamburg errichtet. Im 17. Jahrhundert war die Kaffeepflanze besonders stark in holländischen Kolonien verbreitet, wodurch Holland eine Vormachtstellung im Vertrieb von Kaffee erreichte. Ab 1870 wich das ursprüngliche Kaffeehaus neuen Geschäftsmodellen, wie etwa Kaffee-Konditoreien, Espressos oder Cafe-Restaurants.

Wer trank Kaffee in Europa?

 

Zu Beginn war Kaffee in Europa ein Getränk, dass sich lediglich die gehobenen Schichten der Gesellschaft leisten konnten. Zu diesem Zeitpunkt servierte man das bittere Heißgetränk mit einem Glas Wasser, wobei dem Kaffee auf Wunsch Milch und Zucker hinzugegeben wurden. Untere Schichten konnten sich den Genuss von Kaffee nicht leisten, weil er vorerst nur in kleineren Mengen aus dem Orient importiet wurde und daher äußerst teuer war. Weniger wohlhabende Menschen ersetzten Kaffee durch den Genuss des herkömmlichen Bieres, aber auch Zichorie und Malzkaffee wurden getrunken.

Erst später, als die Menge an importiertem Kaffee in Europa zunahm und die Preise sanken, waren immer mehr Vertreter jeglicher Schichten und Angehörige sämtlicher Berufsgruppen in Cafés anzutreffen. Ursprünglich war der Besuch eines Kaffeehauses ausschließlich für Männer gedacht. Erst ab dem Jahr 1870 waren ganze Familien in diesen Einrichtungen anzutreffen, später wurden Cafés, sogenannte Damensalons, errichtet, in denen hauptsächlich Frauen beisammen saßen und Kaffee tranken.

Das Verbot von Kaffee in Europa

 

Damals wurden Kaffeehäuser zu einem kulturellen Treffpunkt, wo die Menschen beisammen saßen und vorwiegend über Politik und Wirtschaft diskutieren. Diesen Zustand empfanden die damaligen Herrscher jedoch als störend, weshalb Friedrich der Große im Jahr 1768 kurzerhand den privaten Verkauf und Verzehr von Kaffee in Preußen unter Strafe stellte. Das Verbot wurde jedoch schnell wieder aufgehoben, da die Begehrtheit des Kaffees in Europa immer mehr zunahm. Stattdessen wurden Einfuhrzölle und Steuern erhoben, die den Import von Kaffee wieder ermöglichten.

Verwandte Artikel

Share

1 Kommentar

  1. Lena

    das hat wirklich lange gedauert bis der Kaffee nach Europa kam!In Europa hat er sich aber echt schnell verbreitet!

Loading Facebook Comments ...