Kaffee Anbau in Uganda

Mrz 9, 2014 von

Kaffee Anbau in Uganda

Der Kaffee Anbau in Uganda sorgt für einen der wichtigsten Exportartikel des Landes, er wird zu 90 Prozent von Kleinbauern vorgenommen. Deren Produktion leidet zunehmend unter den Folgen des Klimawandels. Diese sind aktuell – 2014 – schon direkt spürbar, die Temperaturen steigen, das Wetter ist schlechter vorhersagbar.

 

Kaffee Anbau in Uganda: Anpassungsstrategien der Kleinbauern

Die Anpassung an veränderte klimatische Bedingungen nehmen Ugandas Kaffeebauern mit verschiedenen Methoden vor. Die Zeit läuft allerdings gegen sie: Die Sorte Arabica kann nur in hohen Gebirgslagen um 800 bis 1.200 m angebaut werden, ihre Anbaugebiete werden wegen immer größerer Hitzewellen rapide kleiner. Ein Klimabericht zu den Rwenzori Mountains, einer wichtigen Gebirgskette in Uganda, zeigt Handlungsempfehlungen für die afrikanischen Bauern auf, mit denen sie den ugandischen Kaffeeanbau so gestalten können, dass die klimatischen Veränderungen wenigstens zeitweise zu kompensieren sind.

Nicht nur Kaffee, auch andere landwirtschaftliche Güter leiden unter den hohen Temperaturen, unter kurzem, heftigen Regen und der langen Trockenzeit, welche die Kaffeeblüte verkürzt und damit zu drastischen Produktionsausfällen führt. Um ihre Kaffeepflanzen vor der Hitze zu schützen, pflanzen die ugandischen Kaffeebauern und die Kaffeesträucher Bäume als Schattenspender, legen Terrassen an, richten neue Bewässerungssysteme ein und mulchen ihre Böden, um sie feucht zu halten. Wie lange sie den Kampf gegen das Klima noch durchhalten, bleibt allerdings fraglich, denn für den afrikanischen Staat werden für die kommenden Jahrzehnte um vier Grad steigende Temperaturen vorhergesagt.

 

Gesamtaussichten für die ugandische Wirtschaft

Nicht nur der Kaffee Anbau in Uganda, sondern die Gesamtwirtschaft des Landes ist vom Klimawandel betroffen. Es werden häufigere Dürren, Hitzewellen, Überflutungen und Stürme prognostiziert. Neben der Landwirtschaft dürfte demnächst die Energieversorgung leiden, auch das Gesundheitssystem könnte an seine Grenzen stoßen.

Die Anophelesmücke, ein Malariaüberträger, findet heute an einigen Orten wesentlich günstigere Bedingungen vor und verbreitet sich rapide. Andere Krankheiten wie Infektionen dürften künftig wesentlich häufiger auftreten. Die Nahrungsmittelsicherheit ist in Gefahr, Ressourcenkonflikte verschärfen sich. Die Weltbank greift dem stabilen afrikanischen Staat unter die Arme, auch der Kaffee Anbau in Uganda – Existenzgrundlage von fünf Millionen Einwohnern – wird gefördert.

3 Kommentare

  1. Dirk

    Das ist ganz schön schlimm! Und die Menschen dort haben bestimmt selber nicht genügend zu essen und zu trinken!

  2. Simon

    Warum macht man nicht noch mehr für den Anbau von Kaffeepflanzen? Wenn es wirklich so weitergeht, dann werden sehr viele Bauern arbeitslos und können ihre Familien nicht mehr versorgen!

  3. Maja

    Da müssen die doch irgendwas gegen machen! So geht das doch nicht weiter?

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