Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften

Apr 14, 2015 von

Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften

Es gibt inzwischen viele Kaffeebauern in der Dritten Welt, die ihre Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften. Europäische Stiftungen wie die Schweizer PanEco unterstützen solche Vorhaben beispielsweise mit dem SOCP (Projekt “Orang-Utan Coffee”), indem sie den ökologischen Landbau in diesen Regionen fördern.

Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften: ökologischer Hintergrund

Dass die Kaffeebauern ihre Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften, hat mehrere Effekte, die sich auch direkt auf die Qualität des Kaffees auswirken. Jedem Verbraucher leuchtet ein, dass Kaffee ohne Chemie und Pestizide gesünder und wohlschmeckender sein muss. Der eigentliche Hintergrund ist aber eher ökologischer Natur, denn die ausgedehnten tropischen Regenwälder am Äquator – in Mittelamerika, Afrika und Asien – gewährleisten die Stabilität unseres Weltklimas. Wenn also Kaffeepflanzer Kaffee-Anbauflächen ökologisch bewirtschaften, tragen sie aktiv zum gesunden Weltklima bei, was europäische Verbraucher durch die Wahl dieser Kaffees unterstützen sollten. Sie kosten teilweise nur wenig mehr als herkömmlicher Kaffee (sortenabhängig), außerdem schmecken sie wirklich besser. Das
SOCP liefert darüber hinaus ein schönes Beispiel dafür, wie europäische Stiftungen auch direkt den ökologischen Landbau unterstützen können. Es geht hier um Arabica-Kaffee aus Sumatra, der

Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften

Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften

dort im Regenwald gedeiht, in welchem auch Orang-Utans zu Hause sind. Die Art gilt in Sumatra als bedroht, wobei die Affen wie die Kaffeebauern gleichermaßen unter dem Rückgang des Regenwaldes leiden. Daher fördert das SOCP (“Sumatra Orang-Utan Schutzprogramm”) die Bauern und die Orang-Utans gleichermaßen, indem der Kaffee derjenigen Bauern aufgekauft wird, die Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften und dabei auf Rodungen im Regenwald verzichten. SOCP ist nun zur ökologischen Qualitätsmarke geworden, die in Europa, Amerika und anderen Weltregionen erfolgreich vermarktet wird. Die Bauern erhalten aus diesem Kaffeehandel spezielle Prämien aus dem Kaffeehandel. Die Schweizer Stiftung PanEco ist Partner von Kaffeehändlern und steht für die Vertrauenswürdigkeit der Marke. Im Übrigen bieten Sumatras Regenwälder hervorragende Voraussetzungen für erstklassigen Kaffee, im Gayo-Hochland etwa (Zentral-Aceh) liegt direkt nördlich des Äquators auf bis zu 2.400 m Höhe eines der der größten Arabica-Anbaugebiete in Südostasien. Dort gibt es steile Kraterhänge, Nebel und feuchte, heiße Luft aus dem direkt angrenzenden Tropenwald – beste Voraussetzungen für erstklassigen Arabica-Kaffee und auch aus wirtschaftlichen Gründen gut geeignet für Kaffeebauern, die ihre Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften.

Ökologisch angebauter Kaffee nach der Röstung

Wenn die Bohnen von den Bauern, die ihre Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften, schließlich den Verarbeitungsprozess inklusive Röstung durchlaufen haben, entsteht facettenreicher Kaffee mit einem vollmundigen Körper, wie Baristas bestätigen. Die wunderbare Komposition zeichnet sich durch Rosinen- und Rohzuckeraromen sowie eine feine Süße aus. Der Kaffee ist ausgewogen und mittelkräftig, er eignet sich bestens als Espresso. Der Aufwand, mit dem die Bauern die Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften, ist relativ hoch. Es gehören Plantagen mit verschiedenen Mischkulturen dazu, die Farmer pflanzen und bewirtschaften Schattenbäume (Bananen, Eukalyptus, Grapefruit, Avocado) und Kaffeepflanzen gleichzeitig. Nur auf diese Weise können sie ihre Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften.

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