Kaffee aus Holland

Jul 14, 2015 von

Kaffee aus Holland

Kaffee aus Holland ist berühmt für frische und seltene Bohnen, Kaffeepads, Kapseln, gemahlene Sorten oder Cappuccino in exotischen Geschmacksnoten – mild, cremig und kräftig. Kaffee aus Holland kann preiswert sein, es handelt sich um Sorten und Anbieter wie Lavazza, Jacobs, Segafredo, Dallmayr, Eiles, Mövenpick, Melitta, Dolce Gusto, Senseo, Douwe Egberts, De Roccis, Tassimo, Minges, HAG, Idee, Schirmer oder Van Houten. Doch Kaffee aus Holland zu beziehen war bis 2010 auch ein steuerliches Problem, denn die Niederlande sind ein anderes Steuergebiet. Der deutsche Zoll verlangte beim Online-Kauf von Kaffee aus Holland eine Nachbesteuerung.

Kaffee aus Holland und die Steuer – Stand 2015

© Reni / pixelio.de

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Nachdem besonders über das Auktionshaus eBay in den frühen 2000er Jahren intensiv Kaffee aus Holland gehandelt worden war (vor allem Senseo-Pads), kam der deutsche Zoll auf die Idee, sich diese Vorgänge einmal anzuschauen. Er vermutete richtig, dass die deutsche Kaffeesteuer von 2,19 €/kg für Röstkaffee und 4,78 €/kg für löslichen Kaffee umgangen werde, die dann entfällt, wenn der Kaffee gewerblich gehandelt wird. Natürlich fällt es schwer, einem privaten Käufer gewerbliche Zwecke zu unterstellen, wenn er beispielsweise zwei oder drei Kilogramm Kaffee aus Holland kauft, doch für die Feststellung des möglichen gewerblichen Zweckes genügen dem deutschen Zoll zwei Anhaltspunkte: die Menge (ab zehn Kilogramm wird die “Geringfügigkeit” überschritten) und der Vertriebsweg. Auf Letzteren stützte sich der Zoll: Kaffee aus Holland blieb also für deutsche Käufer steuerfrei, wenn sie ihn in geringen Mengen direkt in den Niederlanden kauften, nicht aber beim Online-Kauf. Der Zoll leitete ab 2006 Ermittlungs- und Strafverfahren gegen eBay-Käufer ein, die Kaffee aus Holland bezogen hatten, wobei die Steuernachforderungen zwischen einem Cent (!) und zehn Euro pro Vorgang betrugen. Das brachte dem Zoll 25.000 Euro nachträgliche Steuereinnahmen ein, der Personalaufwand hierfür wurde vom Bundesrechnungshof im Jahr 2009 auf 800.000 Euro geschätzt. Daraufhin änderte Deutschland 2010 sein Kaffeesteuergesetz. Inzwischen sind die Händler verpflichtet, die deutsche Kaffeesteuer abzuführen (auch bei einem Firmensitz in den Niederlanden), wenn der deutsche Käufer offenbar eine Privatperson ist, was sich vor allem bei einer Menge bis zehn Kilogramm vermuten lässt (§ 18KaffeeStG). Sie können also heutzutage bedenkenlos in für den Privatverbrauch üblichen Mengen Kaffee aus Holland online einkaufen.

Kaffeepads aus Holland

© benjamin / pixelio.de

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Heute kann Kaffee aus Holland immer noch etwas günstiger sein, wenn er beispielsweise in Form von Kaffeepads bezogen wird. Die Händler in den Niederlanden haben ihre günstige Preispolitik für deutsche Kunden beibehalten, der Preisvorteil beträgt für Kapseln und Kaffeepads rund 15 – 20 %. Das hängt natürlich auch von den Sorten ab, denn auch in Deutschland – in jedem Supermarkt – gibt es bei Kaffee entsprechende Preisunterschiede. Wer also Kaffee aus Holland bezieht, muss sich eine Weile umsehen, um einen wirklich günstigen Anbieter zu finden.

Bevorzugter Kaffee aus Holland

Es gibt einige wirklich günstige Gelegenheiten, Kaffee in Holland zu kaufen. Eine davon ist die Stadt Venlo in der Provinz Limburg, wo die “Zwei Brüder Venlo” – ein insgesamt gut aufgestellter Supermarkt – auch den Kaffee ungemein günstig vertreiben. Wer gern online seinen Kaffee aus Holland beziehen möchte, kann auch Kaffee von Lavazza oder Douwe beziehen. Letzterer ist original Kaffee aus Holland, Lavazza gibt es selbstverständlich auch in Holland.

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