Kaffee gegen Kopfschmerzen

Apr 8, 2014 von

Kaffee gegen Kopfschmerzen

Kaffee gegen Kopfschmerzen gilt als bewährtes Hausmittel, eine Migräne kann durch Koffein tatsächlich verschwinden. Damit lindert Kaffee die Symptome bei Kopfschmerz ähnlich wie andere Hausmittel, etwa Zitrone oder Pfefferminzöl, das man sich auf die Schläfen reibt. Eine Tasse Kaffee gegen Kopfschmerzen hilft tatsächlich, lässt den Kopfschmerz verschwinden und ist für manche Personen die Therapie der Wahl.

Gerade wer Schmerztabletten keinesfalls anwenden möchte, wählt lieber Kaffee. Der Beweis, dass das funktioniert, stellt sich alsbald beim Entzug des Kaffees ein: Die Kopfschmerzen können sich verstärken.

 

Kaffee gegen Kopfschmerzen: Wie hängt das zusammen?

Der einfachste medizinische Zusammenhang lässt sich über den Blutdruck herstellen. Jeder Arzt empfiehlt bei etwas zu niedrigem Blutdruck auch mehr als vier Tassen Kaffee täglich, gerade wenn der niedrige Blutdruck mit Kopfschmerz einhergeht. Frauen klagen während der Menstruation bisweilen über sehr heftige Migräne, der Zusammenhang zwischen dem Blutdruck und dem Kopfschmerz ist an dieser Stelle sehr evident. Ihnen hilft sehr oft Kaffee gegen die Kopfschmerzen, während es natürlich auch – aber viel seltener – den umgekehrten Fall „Heavy Drinker“ gibt, die Kaffee bis zum Kopfschmerz trinken. Dieser Fall ist aber, anders als zu vermuten, eine ausgesprochene Rarität. Zudem haben diese Personen praktisch keine Dauerbeschwerden durch ihren Kaffeekonsum.

Ein weiterer Zusammenhang von Kaffee und verschwindenden Kopfschmerzen ist der analgetische (schmerzlindernde) Effekt von Koffein: Diese wirkt wie eine Schmerztablette und ist in Kombinationsschmerzmitteln enthalten, während der Entzug von Kaffee seinerseits Kopfschmerz hervorrufen kann. Hierzu liegt eine randomisierte britische Studie vor, veröffentlicht im New-England Journal of Medicine Nr. 327: 1109 – 1114. Dabei wurden Personen auf Kaffee-Entzug gesetzt. 52 Prozent von ihnen beklagten alsbald Kopfschmerzen.

 

Koffeinkonsum und Kopfschmerz

Dieser Zusammenhang lässt sich wie erwähnt schwer belegen, wie eine norwegische Studie aus Trondheim belegt (Journal of Headache-and-Pain, 10:153-159, Leitung: Knut Hagen). Über 50.000 Personen der Region Nord-Trøndelag wurden nach ihren Gewohnheiten und Beschwerden befragt. Ein breiter Zusammenhang zwischen Koffein und Kopfschmerz konnte nicht belegt werden, lediglich die “Heavy-Drinker” mit mehr als 540 mg Koffein am Tag (über sechs mittlere Tassen) hatten etwas häufiger (13 Prozent) gelegentliche Kopfschmerzen gegenüber den anderen Gruppen der mittleren bis spärlichen Kaffeekonsumenten.

Es könnte also sein, dass Migränepatienten, die gleichzeitig sehr starke Kaffeetrinker sind, einmal die Verringerung des Konsums praktizieren sollten. Der Zusammenhang ist zwar statistisch evident, medizinisch aber weniger bedeutsam als der umgekehrte Effekt, wie die norwegischen Forscher konstatierten: Kaffee gegen Kopfschmerzen ist tatsächlich beim Gros aller Menschen ein Mittel, das der Schmerztablette vorzuziehen ist.

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