Kaffee Geschichte

Als Ursprung der Kaffee Geschichte wird die Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens angenommen, in der der Kaffee bereits im 9. Jahrhundert erwähnt wird. Die Herstellung und der Konsum des Kaffees erfolgte aber erst viel später. Die Kaffee Geschichte spielte sich offenbar so ab, dass der Kaffee im 14. Jahrhundert durch einen Sklavenhändler von Äthiopien nach Arabien gelangte. Hier wurde der Kaffee dann wahrscheinlich Mitte des 15. Jahrhunderts geröstet und getrunken. Nach Europa gelangte die Kaffee Geschichte erst im 16. Jahrhundert als beispielsweise der Augsburger Arzt Leonhard Rauwolf 1573 den Kaffee in Aleppo kennenlernte und 1582 darüber berichtete.

Kaffee Geschichte
Geschichte des Kaffees

 

Die Kaffee Geschichte in Europa

Im Jahr 1685 ist die Aufregung groß in Wien, denn das erste Kaffeehaus in der Stadt bittet die gehobene Gesellschaft zur feierlichen Eröffnung. Mehrere andere Metropolen im westlichen Europa hatten schon Jahre zuvor den Trend der damaligen Zeit aufgegriffen, angefangen mit Venedig im Jahr 1647. Das erste Kaffeehaus in Deutschland genehmigte der Stadtrat von Bremen 1673 in der Absicht, den immensen Alkoholkonsum der Bürger durch eine Art Ersatzkneipe einzudämmen. Das “Café Procope”, das 1686 in Paris eröffnete, existiert heute noch und beherbergt nunmehr ein Spezialitätenrestaurant.

Doch was hatte damals diesen Kaffeeboom ausgelöst? Es war der Zauber gewesen, der die anfangs nur schwer zugängliche Bohne mit ihrer bislang unbekannten aufputschenden Wirkung und ihrem Flair der Fremdartigkeit anderer Kulturen umhüllte.

Die Verbindung zwischen Abendland und Orient hatten damals die Osmanen hergestellt, die über große Ländereien in der arabischen Welt verfügten, die den Brauch des Kaffeetrinkens zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert von den Äthiopiern übernommen hatte. Mit viel List gelang es schließlich auch den Europäern, in den Besitz der von den Arabern und Türken zum Staatsgeheimnis erklärten Pflanze zu gelangen und deren Anbau in ihren Kolonien wie Ceylon und Brasilien zu kultivieren.

Mit Beginn des 17. Jahrhunderts entstand allmählich ein lebhafter Handel mit dem begehrten Getränk, dessen Genuss zunächst nur oberen Gesellschaftsschichten vorbehalten war. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts, als die Kaffeepreise sanken, wurde die alsbald mit Milch und Zucker verfeinerte Köstlichkeit auch für die weniger betuchten Kreise erschwinglich und es setzte sich die traditionelle Kaffeehaus-Kultur durch – wie die in Wien, die 2011 zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO erhoben wurde.

 

Die Geschichte des Kaffees: Legenden und Fakten

Der Beginn der spannenden Geschichte des Kaffees liegt so weit im Dunkeln, wie das Getränk selbst ist. Früh bildeten sich Legenden um das exotische Gebräu aus fernen Ländern, deren bekannteste Version folgende ist:

Langsam breitet die Nacht ihre Flügel über das abessinische Hochland des im heutigen Äthiopien gelegenen Königreichs Kaffa aus. Wie immer treiben die Hirten nach einem langen Tag ihre Ziegen zusammen, um sie zu ihrer Schlafstätte zu führen.

Auch Khalid kümmert sich um seine Herde. “Warum seid ihr heute so bockig?”, wundert er sich eines Abends, als plötzlich der älteste Bock der Schar aus der Reihe tanzt. “Meck, meck, mäh!”, lärmt kurze Zeit später eine weitere Ziege und beginnt, quickfidel über Felsbrocken und strohige Grasbüschel zu springen. Selbst für den ansonsten trägen und gutmütigen Ziegen-Peter, wie ihn Khalid nennt, gibt es alsbald kein Halten mehr und er mischt munter im regen Aufruhr der Tiere mit.

Da sich die Herde auch an den folgenden Abenden seltsam verhält, beschließt der Hirte, der Sache auf den Grund zu gehen und die Ziegen tagsüber heimlich zu beobachten. Dabei entdeckt er, wie einige der Geißen von einem Strauch mit roten Beeren naschen. “Aha”, denkt Khalid und probiert ebenfalls eine der kleinen Früchte des grünen Gewächses mit dem Ergebnis, dass er beim Anbruch der Dämmerung mit Ziegen-Peter, dem ältesten Bock seiner Herde und einer weiteren Ziege putzmunter über Stock und Stein hüpft.

Es bleibt nicht lange aus, bis die gelehrten Mönche der Umgebung von diesen seltsamen Vorkommnissen Kunde erhalten. Sorgsam untersuchen sie die Angelegenheit, experimentieren mit der wundersamen Pflanze und brauen aus ihr einen Sud, der äußerst bitter schmeckt. Entzückt stellen sie jedoch fest, dass sie nach diesem Trank trotz später nächtlicher Stunde keinerlei Müdigkeit mehr verspüren und somit rund um die Uhr durchbeten können.

Ob wir nun den legendären Ziegen, die den Kaffeebaum um 850 n. Chr. entdeckt haben sollen, das anregende Getränk zu verdanken haben, fällt in den Bereich der Kaffeesatzleserei. Fest scheint aber zu stehen, dass Äthiopien tatsächlich das Ursprungsland der Pflanze ist.

 

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