Kaffee Gesundheit

Die Kaffee Gesundheit ist ein heiß diskutiertes Thema, denn zwei Meinungen stehen sich konträr gegenüber: Traditionell glauben viele Menschen immer noch, dass ein gewisses Risiko für Herz-, Kreislauf- und sogar Krebserkrankungen durch verstärkten Genuss des Koffeins bestünde, während sich in jüngster Zeit die Auffassung verbreitet, dass im Gegenteil Kaffee die Gesundheit sogar fördern kann. Was ist richtig, was ist falsch? Ist Kaffee gesund?

Kaffee Gesundheit

 

Kaffee Gesundheit: Getränk Nummer eins unter der Lupe

Die Kaffee Gesundheit ist nicht nur ein akademisches Thema, vielmehr trinken die Deutschen nichts lieber als Kaffee, nicht einmal Bier oder Wasser. Durchschnittlich über 150 Liter pro Jahr, mithin fast einen halben Liter pro Tag trinken alle Deutschen zusammen genommen, also vom Baby bis zu Greis. Daraus lässt sich ableiten, wie hoch der Konsum bei den passionierten Kaffeetrinkern ausfallen muss: Es sind in vielen Fällen weit mehr als die empfohlenen drei bis vier Tassen täglich, manche Menschen kommen locker auf einen Liter und mehr pro Kalendertag. Dass bei solchen Mengen die Kaffee Gesundheit hinterfragt werden muss, versteht sich von selbst.

Ist Kaffee gesund oder schädlich? Dass er zu den Lastern gezählt wird, hat traditionelle Gründe. Lange war er in Mitteleuropa verboten, Johann Sebastian Bach verdammte ihn in seiner Kaffeekantate, er wurde bis ins späte 20. Jahrhundert mit Bluthochdruck und Herzkrankheiten sowie Krebserkrankungen in Verbindung gebracht. Jüngste Studien beweisen das Gegenteil. Forscher wollten es schon länger wissen: Ist Kaffee gesund? Sie nahmen nicht nur neue Studien zur Kaffee Gesundheit vor, sondern untersuchten auch frühere Datenreihen – mit erstaunlichen Ergebnissen.

Die gute Nachricht aus aktuellen Untersuchungen lautet, dass Kaffee keinesfalls Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs befördert und dass er im Gegenteil vor Diabetes schützen kann. Die ambivalente Nachricht bezüglich früherer, wirklich wissenschaftlicher Studien aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lautet: Diese Studien wurden unter einem bestimmten Blickwinkel mit bestimmten epidemologischen Methoden durchgeführt, die ein verfälschtes Bild ergaben. Die kranken Kaffeetrinker waren nämlich überwiegend gleichzeitig Raucher.

 

Wie wurde die Kaffee Gesundheit untersucht?

Moderne Epidemologen haben nun die Daten aus Untersuchungen der 1970er bis 1990er Jahre zur Kaffee Gesundheit mit dem Faktor Rauchen abgeglichen. Die Raucher trinken gern ein Tässchen Kaffee zur Zigarette, sie sterben auch eher an Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Bei Befragungen gaben sie gleichzeitig erhöhten Kaffeekonsum und gehäufte Krankheiten an.

Hier liegt also ein gewaltiger statistischer Irrtum vor, den die jüngsten Studien widerlegen konnten. Mehr noch: Einige andere Mythen zum Kaffee wurden gleich mit entlarvt. Kaffee entzieht dem Körper keinesfalls Wasser, das obligatorische Wasserglas zum Espresso – in vielen Ländern immer noch Usus – ist also eigentlich überflüssig. Manche Menschen trinken wochenlang nur Kaffee und nichts sonst, sie erfreuen sich bester Gesundheit. Wie sollte es auch anders sein? Kaffee ist Wasser, nämlich zu 98 Prozent.

Der Blutdruck steigt wirklich ein wenig durch das Koffein, aber nur kurz und keinesfalls riskant. Menschen mit etwas zu niedrigem Blutdruck wird sogar das Kaffeetrinken empfohlen. In der Schwangerschaft hingegen können die Frauen vielleicht doch Kaffee meiden, die genauen Auswirkungen auf den Fötus kennt man noch nicht. Kaffee und Krebs? Hier kommt die wirklich gute Nachricht für die Kaffee Gesundheit: Zwar wären stark geröstete Bohnen in riesigen Mengen krebserregend, doch diese Mengen schafft kein Mensch.

In Wahrheit jedoch bekämpfen die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien sowohl bestimmte Krebsauslöser als auch Diabetes, und zwar bei der (statistisch ermittelten) Menge von über 600 Millilitern pro Tag, also mehr als vier Tassen. Diese Kaffeetrinker senkten ihr Diabetesrisiko um 23 Prozent gegenüber den Wenig- bis Nichttrinkern. Dazu mussten sie aber überwiegend auf Zucker und selbst auf Milch im Kaffee verzichten. Auch die im Kaffee enthaltene Chlorogensäure wirkt Diabetes entgegen, sie beeinflusst positiv den Insulinstoffwechsel. Die Antioxidantien dieser Säure bekämpfen freie Radikale, das ist gesund. Welche Kaffeesorten die Genießer für ihre Kaffee Gesundheit trinken – Arabica oder Robusta -, wurde nicht näher untersucht.

 

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Kaffee versus Schnaps: Was verträgt die Leber besser?

Gepostet von am Sep 1, 2015 in Kaffee Gesundheit | 0 Kommentare

Kaffee versus Schnaps: Was verträgt die Leber besser?

Unsere Leber hat es schwer. Sie wird durch Alkohol, Nikotin, fettes Essen und Medikamente belastet, praktisch niemand ist davor absolut geschützt. Doch wer es übertreibt, sollte seine Werte checken lassen. Diese sind bei einem Viertel der Deutschen erhöht. Das tut nicht weh, ist aber gefährlich. Kann Kaffee der Leber helfen? Wie funktioniert der Leberwerte-Check? Das ist ganz einfach, jedermann kann sein Blut regelmäßig durch einen winzigen Test überprüfen lassen. Eine Blutprobe im Labor gibt sofort Auskunft über die Leberwerte. Diese Proben werden zum Beispiel bei Routine-Checks oder auch infolge einer schweren Erkältung zur Abklärung genommen. Wenn nun die Leberwerte erhöht sind, weiß der Arzt zunächst nicht, was die Ursachen sind. Bei Alkohol- und Medikamentenmissbrauch liegen sie nahe, doch auch ein überstandener Virusinfekt verursacht zunächst noch erhöhte Leberwerte, fettes Essen und Rauchen, Hepatitis, Diabetes und selbst eine genetische Disposition können ebenfalls verantwortlich sein. Der wichtigste Leberwert ist der GPT-Wert, dessen Erhöhung eine Infektion oder Entzündung der Leber anzeigt. Wenn das festgestellt wurde, lohnt sich die weitere Abklärung und nötigenfalls das Gespräch mit dem Arzt über diejenigen Ursachen, die in der Lebensweise begründet sind. Die Ursachen zu finden ist sehr wichtig: Leber ist unser Kraftwerk, ohne sie würden wir binnen weniger Tage sterben. Sie ist rund um die Uhr im Einsatz und gilt als zentrales Stoffwechselorgan schlechthin. Was kann der Leber helfen? Ein gesunder Lebensstil und das rechtzeitige Abklären von Diabetes-Erkrankungen sind auf jeden Fall hilfreich. Viele Menschen wissen nicht, dass ungesundes, vor allem zu fettes Essen mindestens so schlimm ist wie Alkohol- und Medikamentenmissbrauch. Nun gibt es Versuche der Medizin im Einklang mit den Pharmaherstellern, der Fettleber medikamentös entgegenzuwirken, allerdings gibt es noch kein wirklich wirksames Mittel. Die Natur mit ihren Rohstoffen hat dieses allerdings längst gefunden, der Mensch hat es schon vor vielen Hundert Jahren entdeckt: Kaffee wirkt wirklich der Fettleber entgegen. Das wurde in vielen empirischen Studien der letzten zwanzig Jahre gut nachgewiesen, doch die Wissenschaft wollte es genauer wissen und forschte seit den 2000er Jahren hartnäckig an den tieferen biologischen Ursachen. Unter anderem war belegt worden, dass chronisch Leberkranke deutlich davon profitieren, regelmäßig Kaffee zu trinken. Ihr Leberumbau nahm einen vergleichsweise milden Verlauf. Das lässt sich nach Untersuchungen von amerikanischen Wissenschaftlern auch molekularbiologische erklären. Koffein erhöht in den Leberzellen den Cyclo-AMP-Anteil, der wiederum den Umbau von gesunden Leberzellen in krankes Bindegewebe hemmt. Das bedeutet, viel Kaffeegenuss dient ausdrücklich, effizient und dabei auch noch genussvoll der...

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Kaffee und die Herzgesundheit

Gepostet von am Aug 20, 2015 in Kaffee Gesundheit | 0 Kommentare

Kaffee und die Herzgesundheit

Kaffee ist gut für unser Herz, doch es gibt auch Schattenseiten. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere Studien der letzten Jahre, die versuchten, die Vor- und Nachteile von Kaffee für die Gesundheit gegeneinander aufzurechnen. Das Fazit: Richtig genossener Kaffee schützt das Herz eher, als er ihm schadet. Allerdings haben viele Kaffeetrinker viele schlechte Gewohnheiten, zu denen unter anderem das Rauchen gehört. Woher kommen die Vorurteile gegen Kaffee? Der schlechte Ruf von Kaffee begann leider kurz nach seiner Europäisierung im 17. bis 18. Jahrhundert. Er galt als Droge, Johann Sebastian Bach warnte vor ihm in seiner Kaffee-Kantate, teilweise war er in europäischen Ländern verboten oder limitiert. Im 20. Jahrhundert schließlich nahm sich die Wissenschaft der Sache an und stellte in langen Statistikreihen fest, dass es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Zivilisationskrankheiten und Kaffeegenuss gibt, denn in westlichen Ländern trinken die Menschen mehr Kaffee und leiden in etwa demselben Umfang mehr unter bestimmten Krankheiten, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Doch stimmt dieser Zusammenhang? Statistisch scheint er belegt zu sein, wie aber verläuft die Kausalkette wirklich? Kaffee und Statistik Die Statistik lügt wirklich nicht, allerdings waren die Forscher auf einem Auge blind. Der tatsächliche Zusammenhang sieht so aus: In westlichen Ländern hat sich spätestens in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Lebensstil etabliert, zu dem mehrere prägende Faktoren gehören. Kaffee ist einer davon, aber auch Bewegungsarmut, fettreiches Essen, zu viel Alkohol und Rauchen sowie jede Menge kontraproduktiver Stress gehören dazu. Die meisten dieser Faktoren tragen einzeln und erst recht in ihrem Zusammenspiel zur Verschlechterung der Gesundheitssituation bei, doch Kaffee gehört offensichtlich nicht dazu. Nur dass Raucher gern genussvolle Kaffeetrinker sind, verschaffte dem Bruder Kaffee sein schlechtes Image, für das eigentlich die böse Schwester Zigarette verantwortlich ist. In Wahrheit fördert Kaffee die Herzgesundheit Die Wahrheit sieht so aus, dass Kaffee der Arterienverkalkung entgegenwirkt (ab vier Tassen täglich) und damit die Herzgesundheit schützt. Eine Bostoner Studie an 1,3 Millionen Personen hat diesen Zusammenhang eindrucksvoll belegt. Dabei wurde nachgewiesen, dass das Risiko für Herzkrankheiten ab vier Tassen Kaffee pro Tag sank, es stieg darüber hinaus bei noch mehr Kaffeegenuss nicht wieder an. Auch in Korea wurde Ende 2014 eine Studie mit 30.000 Probanden vorgestellt. Diese untermauerte die Bostoner Ergebnisse in puncto Arterienverkalkung und legte darüber hinaus nahe, dass diese Ergebnisse auf Kaffee oder nicht Kaffee trinkende Raucher, Adipöse und Menschen mit Bluthochdruck zutrafen. Das bedeutet: Kaffee fördert die Herzgesundheit sogar unabhängig von sonstigen...

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Erhöht Kaffee die Leistungsfähigkeit?

Gepostet von am Mai 20, 2015 in Kaffee Gesundheit, Tipps & Trends | 0 Kommentare

Erhöht Kaffee die Leistungsfähigkeit?

Die Erhöhung der Leistungsfähigkeit durch Kaffee gilt inzwischen als unumstritten, jedoch fragen sich immer noch die Kaffeetrinker, wie das genau funktioniert, welche Rezeptoren im Gehirn im Gehirn daran beteiligt sind und welche Inhaltsstoffe genau für die Leistungssteigerung durch den Kaffeekonsum verantwortlich sind. Auch lautet eine der Kernfragen, ob die Erhöhung der Konzentration mit sehr viel Kaffee möglicherweise mit einem hohen Risiko für den Kreislauf verbunden ist. Leistungsfähigkeit durch Kaffee: Welche Rolle spielt das Koffein? Koffein hat ein breites Wirkungsspektrum, in geringen Dosen ist es vorrangig ein Stimulans. Die Substanz regt die Psyche an, sie steigert Antrieb und Konzentration, weil sie die Blut-Hirn-Schranke nahezu ungehindert passiert und anschließend eine anregende Wirkung im Zentralnervensystem entfaltet. Eine erregende Wirkung, die bei einigen Kaffeetrinkern manchmal zu beobachten ist, tritt erst bei hohen Dosen auf. Das Koffein ist außerdem ein Antagonist an den Adenosinrezeptoren, die ihre Wirkung im Zentralnervensystem, bei Immunreaktionen und bei Herz-Kreislauf-Funktionen entfalten. Das beleuchtet die Rolle des schwarzen Getränks neu, denn seit rund einem Jahrzehnt betrachtet man nicht nur die Leistungsfähigkeit durch Kaffee, sondern auch dessen Rolle für die Gesamtgesundheit. Hier hat ein radikales Umdenken im Verlaufe der letzten zwei Jahrzehnte eingesetzt: Während bis in die 1990er Jahre vor zu viel Kaffee gewarnt wurde, gilt er heute als insgesamt sehr gesund. Dabei ist und bleibt das Maß ausschlaggebend. Tests der Leistungsfähigkeit durch Kaffee Natürlich möchten es Wissenschaftler etwas genauer wissen, sie führten daher etliche Tests zur Leistungsfähigkeit durch Kaffee durch. Autofahrern gab man nachts 125 ml Kaffee mit einer Dosis zwischen 120 – 150 mg Koffein zu trinken und testete daraufhin das Reaktionsvermögen. Die Wirkung glich der eines Kurzschlafs. Auch die Steigerung der visuellen Aufmerksamkeit konnte in standardisierten Testsystemen belegt werden. Der Hintergrund für dieses Neuro-Enhancement ist im Andocken an die oben beschriebenen Rezeptoren zu finden, der Zusammenhang ist auch nicht neu: Schon vor über einem halben Jahrhundert gab es Flieger- oder Autofahrerschokolade mit einem Koffeingehalt von 0,2 %, die anregend wirkte. Das Koffein kam in diesem Fall nicht nur aus geröstetem Kaffeepulver in der Schokolade, sondern auch aus dem Pulver der Kolanuss.   Kaffee und Sport Die Leistungsfähigkeit durch Kaffee zeigt sich auch bei Sportlern. Dass Kaffee Schmerzen lindern kann, ist schon länger bekannt, doch erst seit wenigen Jahren nutzen Leistungssportler gezielt das schwarze Getränk zur Erhöhung der Ausdauer und Belastbarkeit. Auch hierfür ist der schmerzlindernde Effekt verantwortlich, der naturgemäß die Leistungsfähigkeit durch Kaffee beim Sport erhöht. Dabei bevorzugen Sportler gern die Bohnen der Sorte Robusta, die etwas mehr Koffein enthalten (etwa 2,5 % gegenüber rund 1,2 % in Arabica-Bohnen). Weltsportverbände hatten das schon länger vermutet und Kaffee früher auf Dopinglisten gesetzt, ihn dort jedoch ab 2004 gestrichen. Die Erhöhung der sportlichen Leistungsfähigkeit durch Kaffee gilt seither als legitim und wird gern...

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Kaffee in der Schwangerschaft?

Gepostet von am Feb 21, 2015 in Kaffee Gesundheit | 0 Kommentare

Kaffee in der Schwangerschaft?

Kaffee in der Schwangerschaft ist nicht unbedingt schädlich, nur sollte eine Schwangere ihren Konsum etwas kontrollieren. Anfangen kann sie damit schon, wenn der Kinderwunsch in ihr und dem Partner stärker wird, denn eine Kaffee-Entwöhnung unmittelbar nach dem Beginn der Schwangerschaft ist gar nicht so leicht und verursacht Stress. Koffein kann jedoch die Plazenta passieren und dem Ungeborenen schaden. Daher empfehlen Fachleute, den Kaffeekonsum schon vor oder spätestens mit beginnender Schwangerschaft zu überdenken. Wie viel Kaffee ist in der Schwangerschaft noch unbedenklich? Die Meinungen hierüber gehen nach verschiedenen Studien auseinander. Als unbedenklich gelten demnach 200 bis 300 Milligramm Kaffee oder zwei bis drei normale Tassen. Bedenken müssen Schwangere, dass weitere Getränke oder Lebensmittel ebenfalls Koffein enthalten können. Das im schwarzen Tee enthaltene “Teein” ist praktisch dasselbe wie Koffein, das sich wiederum auch in Energy Drinks und in einigen Limonaden findet. Die werdenden Mütter müssen daher die Gesamtmenge des Koffeins beachten, das sie täglich zu sich nehmen. Hier sind einige Maßangaben für das enthaltene Koffein in verschiedenen Speisen und Getränken: Kaffee: pro Tasse 50 – 135 mg Schwarztee: pro Tasse 30 – 60 mg Kakao: pro Tasse 2 – 5 mg Milchschokolade: auf 100 g rund 15 – 20 mg Red Bull: 32 mg pro 100 ml Club Mate: 20 mg pro 100 ml Cola: 8 – 40 mg pro 100 ml (je nach Sorte) Studien zu Kaffee in der Schwangerschaft Kaffee und Schwangerschaft: Hierzu gibt es diverse Studien. Inzwischen gilt es als gesichert, dass ein Kaffeekonsum weit über das empfohlene Maß hinaus nicht nur Schlafstörungen bei der Schwangeren verursacht (bei anderen Menschen aber auch), sondern auch das Risiko einer Fehlgeburt erhöht (bei anderen Menschen nicht). Das Geburtsgewicht des Neugeborenen könnte sich zudem verringern, vielleicht müsste es auch per Kaiserschnitt geholt werden, wenn die werdende Mutter zu viel Kaffee in der Schwangerschaft getrunken hat und das Ungeborene leichte Schäden davongetragen hat. Auf die mehr oder weniger vollen Windeln hingegen hat Kaffee in der Schwangerschaft definitiv keinen Einfluss, diese teilweise verbreitete Weisheit ist eine absolute Legende. Immerhin gibt es jüngere Erkenntnisse darüber, dass auch kleinere Mengen Kaffee in der Schwangerschaft nicht ganz unbedenklich sind. Im Sommer 2014 veröffentlichten englische Wissenschaftler (Uni Leicester) im Fachblatt „British Medical Journal“ die Ergebnisse einer Studienreihe mit 2.635 gesunden Schwangeren, die täglich im Schnitt 159 mg Koffein konsumiert hatten. Das hatte Einfluss auf das Geburtsgewicht der Babys, das umso niedriger ausfiel, je mehr Koffein oder direkt Kaffee in der Schwangerschaft konsumiert worden war. Bei 200 mg Koffein täglich sank das Geburtsgewicht um signifikante 60 – 70 Gramm im Vergleich zur Kontrollgruppe, die koffeinabstinent über die Schwangerschaft gekommen war. Wie vermeide ich Kaffee in der Schwangerschaft beziehungsweise wie gewöhne ich ihn mir ganz ab? Nun, das ist nicht so einfach. Es gibt Symptome eines Koffeinentzugs, als da sind Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie Schwäche und Trägheit. Wenn Sie den Kaffee vor der Schwangerschaft langsam absetzen, überstehen Sie das...

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Kaffee verringert Schlaganfall-Risiko

Gepostet von am Dez 4, 2014 in Kaffee Gesundheit | 0 Kommentare

Kaffee verringert signifikant das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Das geht aus mehreren Studien hervor, die Forscher aus Deutschland und Schweden, aber auch amerikanische Wissenschaftler vorgelegt haben. Dass das enthaltene Koffein, dass es in ähnlicher Form auch im Tee gibt, das Risiko für verschiedene Krankheiten mindert und den Kreislauf stabilisiert, war schon früher vermutet worden. Unter anderem die Naturheilkunde setzt schon länger auf Kaffee und befürwortet daher den mäßigen Kaffeekonsum. Doch nun kommt eine jüngere Studie zu einem sensationellen Ergebnis: Kaffee kann das Schlaganfallrisiko noch viel deutlicher senken, als es die Forscher bisher geglaubt hatten. Fünf Tassen Kaffee sind gesund Forscher haben in einer aktuellen Studie (siehe weiter unten) ermittelt, dass regelmäßiger Kaffeegenuss das Risiko für einen Schlaganfall mindert und die Herzgesundheit stärkt. Das geringste Schlaganfallrisiko hatten nach der vorliegenden Studie diejenigen Kaffeegenießer, die drei bis fünf Tassen Kaffee täglich tranken, selbst sieben Tassen sind gesund. Als Autor dieses Blogs kann ich (52 Jahre, männlich) Ihnen an dieser Stelle versichern, dass ich mein Leben lang fast nichts anderes als Kaffee trinke und dabei kerngesund bin. Damit sind aus meiner Sicht schon seit Jahrzehnten alle Mythen über ungesunden Kaffee oder eine angebliche „Dehydrierung“ durch Espresso ad absurdum geführt: Das Glas Wasser zum italienischen Lieblingsgetränk lasse ich dort, wo es obligatorisch gereicht wird (beispielsweise auf dem San Marco in Venedig, dort, wo die beiden Caféhauskapellen abwechselnd musizieren), meistens stehen. Übrigens hat mir um mein 20. Lebensjahr herum ein Arzt ausreichenden Kaffeekonsum empfohlen, weil mein Blutdruck nicht sehr hoch ist (ist er immer noch nicht). Das war irgendwann um 1982 herum. Wie lange danach haben Sie noch etwas von ungesundem Kaffee gehört oder gelesen? Es war ein Arzt aus der DDR, wo ich damals lebte (nicht freiwillig, die Geburt hat mich dorthin verschlagen). Der Arzt gab seine Empfehlung ein paar Jahre vor den amerikanischen Wissenschaftlern ab. Aktuelle Studie zum Kaffee Nach der nun vorliegenden Studie erleiden Menschen bis zur siebenten Tasse Kaffee, die sie durchschnittlich täglich trinken, statistisch gesehen seltener einen Schlaganfall als die Nicht-Kaffeetrinker. Die Studie wurde im Sommer 2014 im Fachblatt „Circulation“ veröffentlicht, sie stammt von Forschern aus Harvard und Singapur, immerhin. Den Spott über „amerikanische Wissenschaftler“ wollen wir einmal beiseitelassen (in der DDR wurden immer „sowjetische Wissenschaftler“ zitiert). Die Studie ist handfest, weil sie aus einer Meta-Analyse stammt. Bei solchen Studien fassen die Forscher viele Sub-Studien – in diesem Fall 36 an der Zahl – zusammen und extrahieren deren Ergebnisse. Durch diese Datenmenge konnte ein statistisches Mittel für 1,3 Millionen Personen über einen Zeitraum von 20 Jahren errechnet werden. Die Studie setzte also rund ein Jahrzehnt nach meinem Gespräch mit dem Arzt an und konstatiert nunmehr auf wissenschaftlich solider Basis, dass das Schlaganfallrisiko durch Kaffee sinkt, und zwar zwischen 5 – 11 %. Das geringste Risiko tritt danach bei Personen auf, die 3,5 Tassen Kaffee pro Tag trinken. Aus dieser Gruppe erlitten 20 % weniger Personen im Beobachtungszeitraum einen Schlaganfall. Noch eine wesentliche Erkenntnis geht aus der Studie hervor: Kaffee wird – weil heutzutage gefiltert – immer gesünder. Das ist allerdings eine Hypothese, denn vor mehr als 30 Jahren trank ich ausschließlich türkischen Kaffee. (Wir hatten ja nichts in der DDR, gar nichts. Schon gar keine anständigen Kaffeemaschinen.) – Mein Arzt hat trotzdem recht behalten....

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