Kaffee Gesundheit

Die Kaffee Gesundheit ist ein heiß diskutiertes Thema, denn zwei Meinungen stehen sich konträr gegenüber: Traditionell glauben viele Menschen immer noch, dass ein gewisses Risiko für Herz-, Kreislauf- und sogar Krebserkrankungen durch verstärkten Genuss des Koffeins bestünde, während sich in jüngster Zeit die Auffassung verbreitet, dass im Gegenteil Kaffee die Gesundheit sogar fördern kann. Was ist richtig, was ist falsch? Ist Kaffee gesund?

Kaffee Gesundheit

 

Kaffee Gesundheit: Getränk Nummer eins unter der Lupe

Die Kaffee Gesundheit ist nicht nur ein akademisches Thema, vielmehr trinken die Deutschen nichts lieber als Kaffee, nicht einmal Bier oder Wasser. Durchschnittlich über 150 Liter pro Jahr, mithin fast einen halben Liter pro Tag trinken alle Deutschen zusammen genommen, also vom Baby bis zu Greis. Daraus lässt sich ableiten, wie hoch der Konsum bei den passionierten Kaffeetrinkern ausfallen muss: Es sind in vielen Fällen weit mehr als die empfohlenen drei bis vier Tassen täglich, manche Menschen kommen locker auf einen Liter und mehr pro Kalendertag. Dass bei solchen Mengen die Kaffee Gesundheit hinterfragt werden muss, versteht sich von selbst.

Ist Kaffee gesund oder schädlich? Dass er zu den Lastern gezählt wird, hat traditionelle Gründe. Lange war er in Mitteleuropa verboten, Johann Sebastian Bach verdammte ihn in seiner Kaffeekantate, er wurde bis ins späte 20. Jahrhundert mit Bluthochdruck und Herzkrankheiten sowie Krebserkrankungen in Verbindung gebracht. Jüngste Studien beweisen das Gegenteil. Forscher wollten es schon länger wissen: Ist Kaffee gesund? Sie nahmen nicht nur neue Studien zur Kaffee Gesundheit vor, sondern untersuchten auch frühere Datenreihen – mit erstaunlichen Ergebnissen.

Die gute Nachricht aus aktuellen Untersuchungen lautet, dass Kaffee keinesfalls Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs befördert und dass er im Gegenteil vor Diabetes schützen kann. Die ambivalente Nachricht bezüglich früherer, wirklich wissenschaftlicher Studien aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lautet: Diese Studien wurden unter einem bestimmten Blickwinkel mit bestimmten epidemologischen Methoden durchgeführt, die ein verfälschtes Bild ergaben. Die kranken Kaffeetrinker waren nämlich überwiegend gleichzeitig Raucher.

 

Wie wurde die Kaffee Gesundheit untersucht?

Moderne Epidemologen haben nun die Daten aus Untersuchungen der 1970er bis 1990er Jahre zur Kaffee Gesundheit mit dem Faktor Rauchen abgeglichen. Die Raucher trinken gern ein Tässchen Kaffee zur Zigarette, sie sterben auch eher an Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Bei Befragungen gaben sie gleichzeitig erhöhten Kaffeekonsum und gehäufte Krankheiten an.

Hier liegt also ein gewaltiger statistischer Irrtum vor, den die jüngsten Studien widerlegen konnten. Mehr noch: Einige andere Mythen zum Kaffee wurden gleich mit entlarvt. Kaffee entzieht dem Körper keinesfalls Wasser, das obligatorische Wasserglas zum Espresso – in vielen Ländern immer noch Usus – ist also eigentlich überflüssig. Manche Menschen trinken wochenlang nur Kaffee und nichts sonst, sie erfreuen sich bester Gesundheit. Wie sollte es auch anders sein? Kaffee ist Wasser, nämlich zu 98 Prozent.

Der Blutdruck steigt wirklich ein wenig durch das Koffein, aber nur kurz und keinesfalls riskant. Menschen mit etwas zu niedrigem Blutdruck wird sogar das Kaffeetrinken empfohlen. In der Schwangerschaft hingegen können die Frauen vielleicht doch Kaffee meiden, die genauen Auswirkungen auf den Fötus kennt man noch nicht. Kaffee und Krebs? Hier kommt die wirklich gute Nachricht für die Kaffee Gesundheit: Zwar wären stark geröstete Bohnen in riesigen Mengen krebserregend, doch diese Mengen schafft kein Mensch.

In Wahrheit jedoch bekämpfen die im Kaffee enthaltenen Antioxidantien sowohl bestimmte Krebsauslöser als auch Diabetes, und zwar bei der (statistisch ermittelten) Menge von über 600 Millilitern pro Tag, also mehr als vier Tassen. Diese Kaffeetrinker senkten ihr Diabetesrisiko um 23 Prozent gegenüber den Wenig- bis Nichttrinkern. Dazu mussten sie aber überwiegend auf Zucker und selbst auf Milch im Kaffee verzichten. Auch die im Kaffee enthaltene Chlorogensäure wirkt Diabetes entgegen, sie beeinflusst positiv den Insulinstoffwechsel. Die Antioxidantien dieser Säure bekämpfen freie Radikale, das ist gesund. Welche Kaffeesorten die Genießer für ihre Kaffee Gesundheit trinken – Arabica oder Robusta -, wurde nicht näher untersucht.

 

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