Kaffee Herstellung

Bei der Kaffee Herstellung muss zwischen dem Anbau und der Aufbereitung der Kaffeepflanze unterschieden werden. Der Kaffeeanbau ist maßgeblich von den Böden sowie der Sonnen- und Regenmenge abhängig. Zu unterscheiden sind die Höhenlagen beim Anbau, bei den Hauptsorten Arabica und Robusta differieren diese um einige Hundert Meter. Arabica gedeiht als Hochlandkaffee am besten zwischen 600 – 1.200 m Höhenlage, Robusta zwischen 300 – 800 m. Dies sind nicht die einzigen Kaffeesorten, es gibt noch in geringeren Mengen Excelsa, Stenophylla, Liberica und Maragogype.

Kaffee Herstellung
Kaffee Anbau

 

Kaffee Herstellung: Anbau und Ernte

Die besten Anbaubedingungen finden sich am Äquator sowie in Lagen mit relativ ausgeglichenem Klima, das zwar warm, aber nicht extrem heiß und erst recht nicht kalt wird. Ausreichender Niederschlag und Schatten sowie die Bodenqualität (sehr nährstoffreich) sind essenzielle Grundlagen für das Gedeihen von Kaffeepflanzen. Der Boden ist mit einem pH-Wert von 5 – 6 leicht sauer, solche Böden vulkanischen Ursprungs finden sich beispielsweise in Äthiopien, einem der Hauptanbaugebiete.

Die Bodenbeschaffenheit für Kaffeepflanzen wird als Terroir bezeichnet. Die etwa drei bis fünf Meter hohen Kaffeesträucher – in seltenen Fällen noch höhere Kaffeebäume – tragen als Früchte Kaffeekirschen, deren jeweils zwei Samen die Kaffeebohnen darstellen. Deren Geschmack hängt von den Böden und den klimatischen Anbaubedingungen sowie von der Kaffeesorte ab.

Nur die beiden Sorten Arabica und Robusta haben eine erhebliche Bedeutung für den Weltmarkt, der Arabica-Anteil liegt bei knapp 70 Prozent, der Robusta-Anteil bei reichlich 30 Prozent. Die anderen Sorten bewegen sich im unteren einstelligen Prozentbereich und werden oft nur beigemischt. Der Hochland-Kaffee Arabica erhält sein volles Aroma unter anderem durch die Höhenlage, in der er etwas langsamer reift. Die Niederschlagsmenge muss zwischen 1.500 bis 2.000 Liter pro Jahr und Quadratmeter betragen, das Sonnenlicht sollte dosiert einfallen, weshalb Kaffeepflanzen idealerweise in Waldgärten oder an Hängen gepflanzt werden.

Sogenannte Waldgartenkaffees wachsen in natürlichen Mischwaldbeständen, in denen zudem ein gegenseitiger Schutz der Pflanzen vor Schädlingen wirkt. Kaffeebauern können dabei auf Pestizide und Dünger weitgehend oder – im Falle von Biokaffee – auch vollständig verzichten. Für die Kaffeeherstellung müssen die Pflanzen vermehrt werden, was durch Stecklinge, Samen oder Pfropfen geschieht, wobei die Verwendung von Samen (Kaffeebohnen) eindeutig dominiert. Die höchste Keimfähigkeit erreichen diese acht Wochen nach ihrer Fruchtreife.

Für die Kaffee Herstellung befreien die Bauern dann die Bohne von der Pergamenthaut und säen sie in Keimbetten aus. Nach spätestens sechs Wochen treibt der Keimling erste Blätter, die Bauern pflanzen jetzt in Behälter um, kultivieren die Kaffeepflanze weiter in Pflanzschulbeeten und setzen diese nach acht Monaten in die Plantage um. Die Sträucher wachsen bis über drei Meter hoch, werden aber auf 1,5 – 3,0 m beschnitten, erreichen ab dem dritten Jahr den höchsten Ertrag und halten diesen über ein bis zwei Jahrzehnte. Von diesen Sträuchern wird einmal jährlich, in seltenen Fällen auch zweimal geerntet. Die Erntezeiten liegen zwischen Juli bis Dezember (nördlich des Äquators) oder zwischen April bis August (südlich des Äquators). Eine Ernte kann bis zu zwölf Wochen dauern, weil an jedem Strauch die Kaffeekirschen unterschiedlich lange reifen.

 

Aufbereitung des Kaffees

Der zweite Schritt bei der Herstellung von Kaffee ist die Aufbereitung des Rohkaffees. Hierzu sind Fruchtfleisch und -haut, Schleim auf der Pergamenthaut, die Pergamenthaut selbst und das Silberhäutchen zu entfernen. Es gibt hierzu die beiden Methoden der Nass- und der Trockenaufbereitung, Letztere wird bei Robusta-Sorten und dem äthiopischen Arabica-Kaffee angewendet. Die Nassaufbereitung gilt als hochwertiger. Eine exotische Aufbereitungsform lässt den teuren Kopi Luwak zu seinem besonderen Geschmack kommen, er wird von Schleichkatzen gefressen und ausgeschieden. Bei einer Trockenaufbereitung wird durch einfaches Wenden der Kaffeebohnen Wasser bis zum Gehalt von rund 12 % entzogen (Dauer bis zu fünf Wochen), bei einer Nassaufbereitung werden die Bohnen durch Wasser vorgereinigt, dann fermentiert, endgereinigt und wiederum getrocknet, allerdings in einem schnelleren Verfahren.

Die Nassaufbereitung ist zweifellos das teurere, aber auch schnellere Verfahren bei der Kaffee Herstellung, unter anderem wird sehr viel Wasser benötigt. Der letzte Schritt der Kaffee Herstellung ist das Rösten, das unter atmosphärischem Druck erfolgt. Es ist für die Kaffee Herstellung ein essenzieller Vorgang, weil die hierbei ablaufenden chemischen Prozesse ein sehr typisches Kaffeearoma erzeugen. Röstverfahren beginnen bei 60° C und können bis 250°, industriell auch bis 550° fortgeführt werden. Der Röstgrad von Kaffee ist für dessen Aroma ausschlaggebend, der Aufwand bei der Röstung wiederum macht die Kaffee Herstellung unter Umständen kostenintensiver.

 

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Kaffee von der Frucht zur Pflanze

Gepostet von am Mai 26, 2015 in Kaffee Herstellung | 0 Kommentare

Kaffee von der Frucht zur Pflanze

Kaffee von der Frucht zur Pflanze befasst sich mit der botanischen Beschreibung von Kaffee, der in die Familie der Rubiaceae (Rötegewächse beziehungsweise Kaffeegewächse) eingeordnet wird. Von dieser Familie kennt man derzeit 124 Arten (Stand: Frühjahr 2015), von denen allerdings beileibe nicht in jedem Fall Kaffee von der Frucht zur Pflanze gezogen und geerntet wird. Die wichtigsten beiden Sorten sind Coffea arabica und Coffea canephora, das sind die beiden Hauptsorten Arabica und Robusta. Weitere Pflanzen, die es zum Kaffee von der Frucht zur Pflanze schaffen, sind Coffea liberica, Coffea excelsa, des Weiteren Stenophylla und Maragogype, wobei schon Letztere eine brasilianische Arabica-Robusta-Kreuzung ist, die nach der Stadt benannt wurde, in der ihre Züchter wohnten. Wie gelangt Kaffee von der Frucht zur Pflanze? Zunächst einmal entsteht Kaffee von der Frucht zur Pflanze durch Stecken eines Samens (bevorzugt), also einer Kaffeekirsche, oder durch das Setzen eines Stecklings (einer kleinen Kaffeepflanze beziehungsweise ihres Ablegers). Der häufigste Weg ist das Stecken von Samen, wobei die Umgebung, der Boden und das Klima eine herausragende Rolle spielen, damit es der Kaffee von der Frucht zur Pflanze schafft. Das Klima sollte ausgeglichen und warm ohne Temperaturextreme sein, zu viel Sonnenschein oder Hitze behindern allerdings das Wachstum und die Reife. Daher pflanzen die Farmer die Kaffeefrucht oft im Schatten anderer, größerer und Schatten spendender Bäume. Die Durchschnittstemperaturen werden idealerweise mit 18 – 25 °C angegeben (Tag-/Nacht-/Jahresdurchschnitt), was in Höhenlagen zwischen rund 600 bis 2.200 m in Äquatornähe am ehesten gegeben ist. Die Temperatur soll nämlich 30 °C wiederum nicht dauerhaft überschreiten, sie darf andererseits nicht unter 13 °C fallen. Frost ist tabu: Wo dieser auftritt, schafft es der Kaffee nicht von der Frucht zur Pflanze. Auch genügend Wasser brauchen die Kaffeepflanzen, sie können gewässert werden, das hat aber Grenzen. Regenwaldgebiete sind ausgezeichnet geeignet. Die Kaffeefrucht ist zunächst ein Samen, ein Steckling und manchmal auch ein Pfropfen. Die höchste Keimfähigkeit besteht acht Wochen nach der Reife, daher sollten diese Samen neu verwendet werden, um wieder Kaffee von der Frucht zur Pflanze zu bringen. Aussäen der Kaffeefrüchte Um Kaffeepflanzen zu säen, müssen die Pergamenthäutchen der Saatbohnen entfernt werden. Dieses Pergamenthäutchen hat jede Kaffeebohne, es wird auch vor der Weiterverarbeitung (vor dem Schritt des Röstens) endgültig entfernt. Beim Säen würde es das Keimen behindern. Dieser kleine zarte Keimling, der nun seinen Weg wie jeder Kaffee von der Frucht zur Pflanze angetreten hat, zeigt nach rund fünf Wochen seine ersten zwei Blätter, was die Farmer sehr glücklich macht. Farmermuttis gehen dann oft mit den Kindern zu den Setzkästen und zeigen ihnen den Beginn des Kaffees von der Frucht zur Pflanze, so wie wir unsere Kinder kleine Blumen oder Gemüse pflanzen lassen, damit sie daraus etwas lernen und die schöne Natur verstehen. Genauso machen es die Eltern in Brasilien, Kolumbien, Äthiopien, Nicaragua oder Vietnam, also überall dort, wo es Kaffee von der Frucht zur Pflanze schafft. Wie es dann weitergeht? Es folgen die Reife, die Kaffee-Ernte, die Röstung und schließlich der Genuss eines deutschen Kraftfahrers, eines Managers oder seiner Sekretärin, die ihren Espresso oder Latte schlürfen und kaum darüber nachdenken, wie es der Kaffee von der Frucht zur Pflanze geschafft hat, weil sie schließlich auch ganz andere Sorgen...

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Was bedeutet Trockenaufbereitung?

Gepostet von am Mai 11, 2015 in Kaffee Herstellung | 0 Kommentare

Was bedeutet Trockenaufbereitung?

Was bedeutet Trockenaufbereitung? Es ist ein Aufbereitungsverfahren für Kaffeebohnen. Viele Menschen, die ihren Kaffee genießen, interessieren sich früher oder später auch für dessen Anbau, die Erzeugung und die Herstellungsverfahren. Zunächst fällt der Fokus dabei auf die Röstung und das Mahlen, also das, was die Hersteller von Kaffeevollautomaten gern publizieren, doch nach einiger Zeit fragen die Menschen auch nach dem Anbau, der Ernte der Kaffeekirschen und nach den Aufbereitungsverfahren. In diesem Zusammenhang entsteht dann die spannende Frage: Was bedeutet Trockenaufbereitung? Wir wollen heute dieser überaus wichtigen Fragestellung nachgehen. Was bedeutet Trockenaufbereitung? – Trocken- und Nassaufbereitungsverfahren Die Kaffeebohnen müssen aus den Kirschen heraus und natürlich getrocknet werden, denn sie enthalten anfangs 50 – 60 % Wasser. Doch was bedeutet Trockenaufbereitung? Hierbei breiten die Farmer die Bohnen einfach aus und wenden sie gelegentlich, bis sie trocken sind. Der Wassergehalt beträgt dann nur noch 12 %. Das Verfahren dauert lange (bis zu fünf Wochen), braucht aber nichts außer Luft und Sonne. Nach der Trockenaufbereitung müssen die Farmer noch das trockene Fruchtfleisch abschälen. Bei einer Nassaufbereitung, die unmittelbar nach der Ernte beginnt (nicht später als 24 Stunden nach dem Pflücken), wird mit Wasser vorgereinigt, dann quetscht ein Entpulper die Fruchthaut ab, die Bohnen werden geschwemmt und fermentiert, gewaschen und dann luftgetrocknet. Die Nassaufbereitung geht schneller, ist aber teurer. Was bedeutet Trockenaufbereitung für den Kaffee? Die Trockenaufbereitung ist eine einfache und auch die ältere Methode, bei der Nassaufbereitung wird enorm viel Wasser benötigt. Der Kaffee wird natürlich dabei sehr geschont, doch man darf den Aufwand nicht vergessen, wenn sich deutsche Verbraucher bei einer gemütlichen Tasse Kaffee fragen: Was bedeutet Trockenaufbereitung? Immerhin müssen die Kaffeebohnen zunächst in dünnen Schichten auf den Böden – oft handelt es sich um Betonböden – ausgebreitet werden, damit sie trocknen können. Es darf hierbei für die Kaffeebohnen keine Temperaturschwankungen geben, selbstverständlich müssen die Farmer sie auch vor Regen schützen. Nur so können Fruchtfleisch und Fruchthülle fast vollständig trocknen – dadurch schält sich die Kaffeebohne praktisch von selbst aus. Wie lange das dauert, hängt auch vom Klima ab. Neben der Temperatur spielt die Luftfeuchte eine maßgebliche Rolle. Jedoch entsteht so ein wundervoller Kaffee, den wir alle anschließend mit allen Sinnen genießen dürfen. Das Dry Processing ohne Fermentierung gilt als schonend, Robusta-Bohnen werden so getrocknet. Die trockenen Bohnen klappern schließlich. Was bedeutet Trockenaufbereitung und Agglomerieren? Das sind verschiedene Dinge. Ein Agglomerat wird für löslichen Kaffee benötigt. Es erfolgt eine Sprühtrocknung, bei der Kaffee-Extrakt durch Düsen gepresst und zerstäubt wird, anschließend feuchtet man den Staub an und erhält auf diese Weise ein Agglomerat etwas größerer Körner. Das Verfahren wird auf den Verpackungen vermerkt, alternativ kommt für löslichen Kaffee auch eine Gefriertrocknung infrage. Die Menschen meinen aber das oben beschriebene Herstellungsverfahren, wenn sie im Zusammenhang mit Kaffee fragen: Was bedeutet...

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Die Hauptkaffeeanbaugebiete der Erde

Gepostet von am Mai 5, 2015 in Kaffee Herstellung | 0 Kommentare

Die Hauptkaffeeanbaugebiete der Erde

Kaffee wächst in bestimmten Höhenlagen und unter ausgeglichenen klimatischen Bedingungen am besten. Das ist die Basis für eine Region, die irgendwann zum Hauptkaffeeanbaugebiet geworden ist. Diese Bedingungen finden sich am ehesten in Äquatornähe, weshalb dort am häufigsten ein Hauptkaffeeanbaugebiet zu finden ist. Wie ist ein Hauptkaffeeanbaugebiet beschaffen? Das Klima, wie es beispielsweise in Äthiopien, Kolumbien, Nicaragua oder Brasilien zu finden ist, weist Durchschnittstemperaturen zwischen 18 – 25 °C bei einem Maximum von 30 °C und Mindesttemperaturen von 13 °C auf. Frost darf überhaupt nicht auftreten. Die Pflanzen brauchen jährlich Wasser entsprechend einer Niederschlagsmenge von jährlich etwa 1.500 bis 2.000 Millimeter pro Quadratmeter. Sollten 1.000 Millimeter unterschritten werden, ansonsten aber sehr gute Bedingungen herrschen, bewässern die Kaffeebauern ihre Plantagen. Bei unter 800 Milliliter ist der Anbau nicht möglich. Robusta-Kaffee braucht etwas mehr Wasser als die Sorte Arabica, es darf nicht zu viel Sonne und Wind herrschen, die Böden müssen tiefgründig und locker sein, also gut durchlüftet. Ein Hauptkaffeeanbaugebiet für Arabica-Bohnen liegt oft in Höhen zwischen 600 – 1.200 m, für Robusta-Bohnen zwischen 300 – 800 m. Welche Regionen gelten als wichtiges Hauptkaffeeanbaugebiet? In Kolumbien ist es die Region um Manizales sowie das Tal um Cocora, des Weiteren das Kaffeedreieck eje cafetero. Der Kaffeeanbau findet hier um die Städte Pereira, Manizales und Armenia herum statt, daher “Kaffeedreieck”. Dort in den Andenkordilleren ist die Landschaft grün und hügelig, der Kaffeeanbau findet auf kleinen und mittleren Flächen durch Familienbetriebe statt. Auch die kolumbianische Stadt Pereira mit ihrem Umland ist ein wichtiges Hauptkaffeeanbaugebiet, ein weiterer Ort in Kolumbien wäre Salento. In Brasilien ist das Hauptkaffeeanbaugebiet der Südstaat Paraná, weil dort die Landschaft üppiges Hochland zu bieten hat, was ideale Bedingungen für den Anbau der Arabica-Bohne bietet. Diese macht gleichzeitig rund 80 % der brasilianischen Kaffeeproduktion aus, der Rest entfällt auf Robusta-Bohnen. Ein weiteres wichtiges Land in Mittelamerika ist Nicaragua, die Hauptkaffeeanbaugebiete sind El Salvador und Santo Domingo. Aus Jamaica kommt der berühmte Blue Mountain-Kaffee, der in Europa sehr selten getrunken wird, was einzig an den exorbitant hohen Kosten von rund 120 Dollar pro Kilo liegt (zum Vergleich: Arabica kostet rund 10 bis 12 Dollar pro Kilogramm). Hauptkaffeeanbaugebiet für herbe Aromen ist Mexiko, dort wiederum die Gegend um Soconusco. Das Land hat sogar mit der “ruta del cafe” eine eigene Kaffeestraße. Kaffees aus Costa Rica gelten mit als die besten Sorten der Welt mit ihrem intensiven Duft und dem kräftigen, vollmundigen Aroma, allerdings gibt es zeitweise Durchmischungsprobleme mit minderwertigen Sorten. Auch Hawaii ist ein Hauptkaffeeanbaugebiet, Ecuador spielt eine große Rolle, in Afrika sind es die Staaten Äthiopien, Uganda und Südafrika, aus denen der meiste Kaffee kommt. Im Tschad wächst die seltene Excelsa-Sorte, Kenia liefert Arabica-Kaffee für den deutschen Markt. Dieses Hauptkaffeeanbaugebiet erreicht Höhen bis 2.100 Meter. Selbst in Asien und Australien baut man inzwischen erfolgreich Kaffee an, das Hauptkaffeeanbaugebiet in Asien ist...

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Kaffeeernte in Äthiopien

Gepostet von am Apr 30, 2015 in Kaffee Herstellung | 0 Kommentare

Kaffeeernte in Äthiopien

Die Kaffeebäume in Äthiopien finden von Bäumen statt, die bis zu 3,50 m groß werden. Speziell in Äthiopien, dem Ursprungsland aller Kaffees, kommen sogar noch in wilder Form vor. Die Früchte dieser Bäume sind die Kaffeekirschen, während der Rohkaffee – also die Kaffeebohnen – aus den Kernen der Kaffeekirschen besteht. Kaffeeanbau in Äthiopien Die ursprüngliche Kaffeeheimat ist Abessinien, das äthiopische Hochland. Die Anbauregionen sind heute hauptsächlich die östliche Region Harar und die südliche Region Sidamo, dort werden Kaffees guter bis fantastischer Qualität geerntet. Speziell das Aroma von Sidamo-Kaffee gilt als körperreich und fruchtig, dabei anmutig und verspielt. Vom Anbau und von der Kaffeeernte in Äthiopien lebt rund ein Viertel der dortigen Bevölkerung, auch in der Trinkkultur des Landes spielt Kaffee eine große Rolle. Die Äthiopier bauen ausschließlich Arabica-Sorten an und setzen kaum chemische Mittel ein, weshalb äthiopische Kaffeesorten wahrscheinlich die reinsten der Welt sind. Bis zur Kaffeeernte in Äthiopien reifen die Kirschen etwa zehn Monate, ändern dabei ihre Farbe von anfänglichem Grün über eine gelbe bis zur roten Färbung und werden erst dann geerntet. Die Kaffeekirschen, wenn man sie roh verzehren würde, hätten einen fruchtigen und leicht süßen Geschmack. Bei der Kaffeeernte in Äthiopien werden keine grünen und auch keine überreifen, schwarzen Kirschen gepflückt, um den Geschmack nicht zu beeinträchtigen. Der Zeitpunkt der Kaffeeernte in Äthiopien liegt zwischen Juli bis Dezember, da das Land nördlich vom Äquator liegt. Methoden bei der Kaffeeernte in Äthiopien Wichtig an den Erntemethoden ist das Picking, also das Pflücken von Hand. Nur auf diese Weise können die am besten geeigneten Kaffeekirschen geerntet werden, jeder Baum kann zudem im Abstand von einigen Tagen mehrmals beernet werden. Die Kaffeebauern gehen mit geschultem Auge vor und pflücken nur Kirschen im perfekten Reifegrad. Die Pflückzeit für einzelne Bäume und Plantagen kann bis zu drei Monate betragen. Es handelt sich zweifellos um eine aufwendige Methode, die aber für hervorragende Arabica-Kaffees sorgt. Der Aufwand wird noch dadurch erhöhlt, dass die Kaffeebäume an steilen Hängen und immer im Wald stehen, damit sie genug Schatten erhalten. Nach dem Pflücken folgt die Aufbereitung, wobei es auch in Äthiopien eine Nassaufbereitung gibt. Aufbereitungsverfahren nach der Kaffeeernte in Äthiopien Die Kirschen kommen in eine Depulper-Station und werden von äußerer Haut und Fruchtfleisch befreit, vorab erfolgt eine letzte Aussortierung ungeeigneter Bohnen. Der Mucilage Remover entfernt schließlich das Mucilage, eine schleimige Pektinschicht über der Pergamenthaut, anschließend erfolgt die Wässerung und Fermentierung. Die Pergamenthaut belässt man auf den Bohnen bis zur Trocknung über einen Zeitraum von zehn Tagen, erst kurz vor der Verschiffung wird die Pergamenthaut entfernt. Bei der Röstung verschwinden schließlich auch alle Teile der Silberhaut. Die Aufbereitungsverfahren nach der Kaffeeernte in Äthiopien sind so aufwendig wie die Ernte selbst, sorgen aber ebenfalls für die hohe Qualität dieser...

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Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften

Gepostet von am Apr 14, 2015 in Kaffee Herstellung, Kaffee Kultur | 0 Kommentare

Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften

Es gibt inzwischen viele Kaffeebauern in der Dritten Welt, die ihre Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften. Europäische Stiftungen wie die Schweizer PanEco unterstützen solche Vorhaben beispielsweise mit dem SOCP (Projekt “Orang-Utan Coffee”), indem sie den ökologischen Landbau in diesen Regionen fördern. Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften: ökologischer Hintergrund Dass die Kaffeebauern ihre Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften, hat mehrere Effekte, die sich auch direkt auf die Qualität des Kaffees auswirken. Jedem Verbraucher leuchtet ein, dass Kaffee ohne Chemie und Pestizide gesünder und wohlschmeckender sein muss. Der eigentliche Hintergrund ist aber eher ökologischer Natur, denn die ausgedehnten tropischen Regenwälder am Äquator – in Mittelamerika, Afrika und Asien – gewährleisten die Stabilität unseres Weltklimas. Wenn also Kaffeepflanzer Kaffee-Anbauflächen ökologisch bewirtschaften, tragen sie aktiv zum gesunden Weltklima bei, was europäische Verbraucher durch die Wahl dieser Kaffees unterstützen sollten. Sie kosten teilweise nur wenig mehr als herkömmlicher Kaffee (sortenabhängig), außerdem schmecken sie wirklich besser. Das SOCP liefert darüber hinaus ein schönes Beispiel dafür, wie europäische Stiftungen auch direkt den ökologischen Landbau unterstützen können. Es geht hier um Arabica-Kaffee aus Sumatra, der dort im Regenwald gedeiht, in welchem auch Orang-Utans zu Hause sind. Die Art gilt in Sumatra als bedroht, wobei die Affen wie die Kaffeebauern gleichermaßen unter dem Rückgang des Regenwaldes leiden. Daher fördert das SOCP (“Sumatra Orang-Utan Schutzprogramm”) die Bauern und die Orang-Utans gleichermaßen, indem der Kaffee derjenigen Bauern aufgekauft wird, die Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften und dabei auf Rodungen im Regenwald verzichten. SOCP ist nun zur ökologischen Qualitätsmarke geworden, die in Europa, Amerika und anderen Weltregionen erfolgreich vermarktet wird. Die Bauern erhalten aus diesem Kaffeehandel spezielle Prämien aus dem Kaffeehandel. Die Schweizer Stiftung PanEco ist Partner von Kaffeehändlern und steht für die Vertrauenswürdigkeit der Marke. Im Übrigen bieten Sumatras Regenwälder hervorragende Voraussetzungen für erstklassigen Kaffee, im Gayo-Hochland etwa (Zentral-Aceh) liegt direkt nördlich des Äquators auf bis zu 2.400 m Höhe eines der der größten Arabica-Anbaugebiete in Südostasien. Dort gibt es steile Kraterhänge, Nebel und feuchte, heiße Luft aus dem direkt angrenzenden Tropenwald – beste Voraussetzungen für erstklassigen Arabica-Kaffee und auch aus wirtschaftlichen Gründen gut geeignet für Kaffeebauern, die ihre Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften. Ökologisch angebauter Kaffee nach der Röstung Wenn die Bohnen von den Bauern, die ihre Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften, schließlich den Verarbeitungsprozess inklusive Röstung durchlaufen haben, entsteht facettenreicher Kaffee mit einem vollmundigen Körper, wie Baristas bestätigen. Die wunderbare Komposition zeichnet sich durch Rosinen- und Rohzuckeraromen sowie eine feine Süße aus. Der Kaffee ist ausgewogen und mittelkräftig, er eignet sich bestens als Espresso. Der Aufwand, mit dem die Bauern die Kaffee-Anbaufläche ökologisch bewirtschaften, ist relativ hoch. Es gehören Plantagen mit verschiedenen Mischkulturen dazu, die Farmer pflanzen und bewirtschaften Schattenbäume (Bananen, Eukalyptus, Grapefruit, Avocado) und Kaffeepflanzen gleichzeitig. Nur auf diese Weise können sie ihre Kaffee-Anbaufläche ökologisch...

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