Kaffee ist gesund für die Leber

Jul 9, 2014 von

Kaffee ist gesund für die Leber

Ist Kaffee gut für die Leber? Als passionierter Kaffeetrinker darf ich das bestätigen und gleichzeitig aus Untersuchungen zitieren, die bestätigen, das Kaffee auch bei Alkoholschäden gut für die Leber ist. Finnische Forscher haben für dieses Ergebnis einige Tausend Landsleute untersucht. Sie nahmen ihnen Blut ab und konnten nachweisen, dass der Kaffeekonsum die Fettleber vermeiden hilft, der Entstehung von Leberkrebs entgegenwirkt und auch die durch Alkoholschäden verursachte Leberzirrhose wirksam eindämmt.

Kaffee und Leber: Wie wirksam ist der Kaffeekonsum?

Der Kaffee wirkt auf die Leber nicht als Allheilmittel und eliminiert nicht komplett alle Alkoholschäden. Er ist aber gesund, die landläufige Meinung über seine schädlichen Wirkungen gilt inzwischen als überholt. Es gab hierzu in den Jahren seit 1995 noch einige Untersuchungen mehr, die den Kaffee und die Leber in Zusammenhang brachten und feststellten, dass Kaffee die Leber schützt. Die Finnen untersuchten im Jahr 2013 fast 19.000 Studienteilnehmer auf die Bildung des Leber-Enzyms Gamma-Glutamyltransferase (GGT) und stellten fest, dass dieses nach Alkoholgenuss erhöhte, damit schädliche Enzym ab der fünften Tasse Kaffee sinkt. Die Studienteilnehmer hatten auch Fragen zu ihrem Alkoholkonsum beantwortet. Dass die Studie aus Finnland kommt, muss nicht verwundern, das Land ist Weltrekordhalter beim Kaffeegenuss, gleichzeitig ist Alkoholismus zumindest unter Männern weit verbreitet. Unter den Studienteilnehmern fanden sich 90 Prozent regelmäßige Kaffeetrinker und 86 Prozent moderate Alkoholkonsumenten sowie 3,7 Prozent schwere Trinker. Die Studie belegte, dass Alkoholkonsumenten ohne Kaffeegenuss stark erhöhte GGT-Werte aufwiesen, während das Enzym bei den Alkohol- und Kaffeetrinkern in deutlich geringerem Umfang nachgewiesen wurde. Dieses Ergebnis betraf vorwiegend Männer.

Was löst Kaffee in der Leber aus?kaffee-ist-gesund

Kaffee reduziert in der Leber freie Radikale und schützt damit das Organ vor Leberkrebs, zumindest wird das Risiko einer Erkrankung stark gemindert. Doch auch gegen die Fettleber helfen Koffein und Antioxidantien im Kaffee, davon profitieren NASH-Patienten (nichtalkoholische Steatohepatitis). Dieses Syndrom wird durch Fehlernährung ausgelöst oder stark begünstigt, die Therapie setzt bislang auf eine Ernährungsumstellung und sehr viel Sport. Das halten die Patienten selten durch, jedoch hilft Kaffee ihrer Leber. Die Hinweise hierzu lieferten epidemiologische Studien, wie das Ärzteblatt berichtet. Demnach ist nicht nur Kaffee gut für die Leber, auch Tee entfaltet eine heilsame Wirkung, was direkt auf die Wirkung von Koffein zurückzuführen ist. Dieses ist auch im schwarzen Tee enthalten, es wurde früher als “Teein” bezeichnet, jedoch handelt es sich um dieselbe chemische Grundsubstanz wie beim Koffein. Eine Studie an der Duke University (Durham/North Carolina) unter der Leitung von Paul Yen klärte jetzt den Mechanismus der protektiven Wirkung auf. Das Koffein beeinflusst positiv die Lysosomen, Zellorganellen in der Leber, deren gesunde Funktion der Fettleber entgegenwirkt. Weitere nachgewiesene Wirkungen von Kaffee beziehen sich auf Diabetes und Kopfschmerzen, beides kann durch Kaffee bekämpft beziehungsweise reduziert werden.

 

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