Kaffee wird immer teurer

Nov 21, 2014 von

Kaffee wird immer teurer

Untersuchungen aus der Wirtschaft und von Händlern haben ergeben, dass seit Anfang 2014 Kaffee immer teurer wird. Die Preise seien laut Branchenverbänden für Rohkaffee und die an Endverbraucher abgegebenen Kaffeebohnen sehr deutlich gestiegen, unabhängig vom Ort des Bezugs. Das bedeutet: Teurer Kaffee ist bei Aldi ebenso anzutreffen wie bei Starbucks. Ein Vergleich verschiedener Angebote kann den Verbrauchern dennoch helfen, ihre Bohnen vergleichsweise günstig zu beziehen.

Aktien für Rohkaffee gestiegen

Schon im Frühjahr 2014 stiegen die Aktien von Kaffeeproduzenten und ihren Produkten an den Börsen so stark an, dass teurer Kaffee nur noch eine Frage der Zeit sein konnte. AlsGünter Havlena_pixelio.de erster Röster hatte im April Tschibo entsprechende Preiserhöhungen angekündigt und kurz darauf umgesetzt, alsbald folgten andere Ketten. Dabei ist teurer Kaffee keine Selbstverständlichkeit, im Gegenteil: Noch im Jahr 2012 hatten verschiedene Ketten, darunter Tchibo, aber auch Aldi und Starbucks ihre Preise für die begehrten Bohnen gesenkt. Im Oktober 2013 folgte die nächste Preissenkung, gute Ernten hatten zu günstigem Rohkaffee geführt. Inzwischen wird Kaffee jedoch deutlich teurer, vor allem wegen einer längeren Trockenheit in Brasilien. Von hier kommt der meiste auf der Welt konsumierte Kaffee, die Ernte unterlag zuletzt starken Einschränkungen. Rohkaffee der Sorte Arabica wurde daraufhin zwischen November 2013 bis April 2014 fast doppelt so teuer, der Preis stieg von 105 auf 200 US-Cent für das amerikanische Pfund (454 Gramm). Händler prognostizieren, dass teurer Kaffee die Genießer wohl eine Weile begleiten wird, denn starke Rückgänge bei der Ernte werden nicht so schnell kompensiert.

Teurer Kaffee bei Markenhändlern

Zwar ist teurer Kaffee von Starbucks bis Aldi festzustellen, dennoch gibt es Unterschiede beim Preis der Kaffeebohnen. Der Hintergrund: Markenhändler und gut aufgestellte Kaffeeröster wie Tchibo erhöhen ihre Preise weitaus deutlicher als etwa Discounter wie Aldi. Das lohnt sich gerade in Deutschland, immerhin handelt es sich hier um den weltweit drittgrößten Kaffeemarkt. Der Import an Rohkaffee betrug im Jahr 2013 immerhin knapp 1,2 Millionen Tonnen, jeder Deutsche – vom Baby bis zum Greis – trinkt durchschnittlich fast 150 Liter Kaffee pro Jahr. Dass teurer Kaffee vor allem bei den großen, prominenten Marken wie Tchibo, Kraft/Jacobs, Melitta und Dallmayr zu finden ist, rief im Jahr 2009 das deutsche Kartellamt auf den Plan: Man stellte Preisabsprachen fest und verhängte saftige Strafen. Insgesamt 160 Millionen Euro mussten die Kaffeeröster zahlen. Der Discounter Aldi hingegen, ebenfalls mit eigener Rösterei versehen, hielt sich damals heraus und die Preise für Kaffeebohnen und -pulver niedrig. Aldi muss nicht unbedingt mit dem Kaffee Geld verdienen, er ergänzt nur das Gesamtsortiment. Auch deshalb lohnt sich für die Kunden der Vergleich, durch den sich teurer Kaffee vermeiden lässt.

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