Kaffeeernte in Äthiopien

Apr 30, 2015 von

Kaffeeernte in Äthiopien

Die Kaffeebäume in Äthiopien finden von Bäumen statt, die bis zu 3,50 m groß werden. Speziell in Äthiopien, dem Ursprungsland aller Kaffees, kommen sogar noch in wilder Form vor. Die Früchte dieser Bäume sind die Kaffeekirschen, während der Rohkaffee – also die Kaffeebohnen – aus den Kernen der Kaffeekirschen besteht.

Kaffeeanbau in Äthiopien

Die ursprüngliche Kaffeeheimat ist Abessinien, das äthiopische Hochland. Die Anbauregionen sind heute hauptsächlich die östliche Region Harar und die südliche Region Sidamo, dort werden Kaffees guter bis fantastischer Qualität geerntet. Speziell das Aroma von Sidamo-Kaffee gilt als körperreich und fruchtig, dabei anmutig und verspielt. Vom Anbau und von der Kaffeeernte in Äthiopien lebt rund ein Viertel der dortigen Bevölkerung, auch in der Trinkkultur des Landes spielt Kaffee eine große Rolle. Die Äthiopier bauen ausschließlich Arabica-Sorten an und setzen kaum chemische Mittel ein, weshalb äthiopische Kaffeesorten wahrscheinlich die reinsten der Welt sind. Bis zur Kaffeeernte in Äthiopien reifen die Kirschen etwa zehn Monate, ändern dabei ihre Farbe von anfänglichem Grün über eine gelbe bis zur roten Färbung und werden erst dann geerntet. Die Kaffeekirschen, wenn man sie roh verzehren würde, hätten einen fruchtigen und leicht süßen Geschmack. Bei der Kaffeeernte in Äthiopien werden keine grünen und auch keine überreifen, schwarzen Kirschen gepflückt, um den Geschmack nicht zu beeinträchtigen. Der Zeitpunkt der Kaffeeernte in Äthiopien liegt zwischen Juli bis Dezember, da das Land nördlich vom Äquator liegt.

Methoden bei der Kaffeeernte in Äthiopien

Kaffeeernte in Äthiopien

Kaffeeernte in Äthiopien

Wichtig an den Erntemethoden ist das Picking, also das Pflücken von Hand. Nur auf diese Weise können die am besten geeigneten Kaffeekirschen geerntet werden, jeder Baum kann zudem im Abstand von einigen Tagen mehrmals beernet werden. Die Kaffeebauern gehen mit geschultem Auge vor und pflücken nur Kirschen im perfekten Reifegrad. Die Pflückzeit für einzelne Bäume und Plantagen kann bis zu drei Monate betragen. Es handelt sich zweifellos um eine aufwendige Methode, die aber für hervorragende Arabica-Kaffees sorgt. Der Aufwand wird noch dadurch erhöhlt, dass die Kaffeebäume an steilen Hängen und immer im Wald stehen, damit sie genug Schatten erhalten. Nach dem Pflücken folgt die Aufbereitung, wobei es auch in Äthiopien eine Nassaufbereitung gibt.

Aufbereitungsverfahren nach der Kaffeeernte in Äthiopien

Die Kirschen kommen in eine Depulper-Station und werden von äußerer Haut und Fruchtfleisch befreit, vorab erfolgt eine letzte Aussortierung ungeeigneter Bohnen. Der Mucilage Remover entfernt schließlich das Mucilage, eine schleimige Pektinschicht über der Pergamenthaut, anschließend erfolgt die Wässerung und Fermentierung. Die Pergamenthaut belässt man auf den Bohnen bis zur Trocknung über einen Zeitraum von zehn Tagen, erst kurz vor der Verschiffung wird die Pergamenthaut entfernt. Bei der Röstung verschwinden schließlich auch alle Teile der Silberhaut. Die Aufbereitungsverfahren nach der Kaffeeernte in Äthiopien sind so aufwendig wie die Ernte selbst, sorgen aber ebenfalls für die hohe Qualität dieser Bohnen.

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