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Für echte Kaffee- und Pflanzenenthusiasten ist sie die perfekte Wohnungsdekoration: die Kaffeepflanze. Hierbei handelt es sich um eine Miniversion des Kaffeestrauchs, an dem die sogenannten Kaffeekirschen wachsen. Erfahre in diesem Ratgeber alles, was den natürlichen Ursprungs des Kaffees ausmacht.

Der Traum vom eigenen Kaffee: Kann man eine Kaffeepflanze in der Wohnung halten?

Eine Kaffeepflanze ist tatsächlich nichts anderes als ein Kaffeestrauch, den du dir im Topf aufs Fensterbrett stellen kannst. In freier Natur erreicht dieser eine Wuchshöhe von stolzen neun Metern. Als Zimmerpflanze jedoch bleibt er meist unter einem Meter.

Wichtig zu wissen: Junge Kaffeepflanzen wachsen zunächst einstämmig als kleiner Kaffeebaum. Erst mit zunehmendem Alter bekommen sie ihr buschiges Aussehen.

Die ersten Blüten bilden sie ungefähr im Alter von fünf Jahren aus. Sie sind weiß und verströmen einen angenehmen Duft. Aus ihnen entstehen die sogenannten Kaffeekirschen, von denen jede zwei Kaffeebohnen enthält.

Ernten kannst du sie, sobald sich die Kaffeekirschen intensiv rot färben. Trocknest du eine ausreichende Menge der Bohnen, kannst du sie anschließend rösten, mahlen und daraus deinen Lieblingskaffee aufbrühen.

Die richtige Pflege: So gedeiht dein Kaffeestrauch prächtig

Damit deine Kaffeepflanze Früchte trägt, benötigt sie Pflege. Denn sie gehört zu den anspruchsvollen Zimmerpflanzen, die es weder zu heiß noch zu kalt mögen.

Der perfekte Standort: So viel Licht und Wärme braucht deine Pflanze

Die Kaffeepflanze stammt ursprünglich aus der Bergwelt Äthiopiens. Daher bevorzugt sie auch als Zimmerpflanze eine tropisch anmutende Umgebung. Sie benötigt viel Licht und Wärme. Allerdings solltest du sie gleichzeitig vor der heißen Mittagssonne schützen.

In der Wohnung ist die Fensterbank eines Ost- oder Südfensters der perfekte Kaffeepflanzen-Standort. Steigen die Temperaturen über 20 Grad Celsius, kannst du das Gewächs alternativ auf den Balkon stellen. Ein halbschattiger Platz ist bestens geeignet.

Das richtige Gießverhalten: Wie viel Wasser und Luftfeuchtigkeit sind ideal?

Ist ihre Umgebung zu warm, zu kalt oder zu trocken, wirft die Kaffeepflanze ihre Blätter ab. Das vermeidest du nicht nur, indem du den richtigen Standort für die Zimmerpflanze wählst. Du solltest sie auch regelmäßig gießen. Aber keinesfalls mit Leitungswasser. Denn Kalk im Wasser verträgt sie nicht. Nutze stattdessen Regenwasser.

In der Vegetationsphase solltest du den Wurzelballen gleichmäßig feucht halten. Jedoch darf sich keine Staunässe bilden. Im Winter dagegen bekommt die Kaffeepflanze nur so viel Wasser, dass sie nicht verdurstet.

Um das Bedürfnis der Pflanze nach einer hohen Luftfeuchtigkeit zu befriedigen, besprühst du sie regelmäßig mit kalkfreiem Wasser.

Erde, Topf und Dünger: Die Nährstoffgrundlage für gesundes Wachstum

Du kannst deine Kaffeepflanze als Zimmerpflanze bequem im Topf anziehen. Dafür benötigst du Samen für Rohkaffee.

Bekommst du sie direkt als Jungpflanze, setzt du sie in ein luftiges Substrat. Gut geeignet ist eine Mischung aus Blühton und Kakteenerde. Unten im Topf solltest du übrigens eine Drainage aus Kies anlegen, damit sich keine Staunässe bilden kann.

Damit die Kaffeepflanze kräftig wächst, solltest du sie alle zwei Wochen düngen. Zumindest zwischen März und September. Nutze dafür organischen Pflanzendünger, der das Substrat nicht versalzt. Während der Winterruhe – also zwischen Oktober und Februar – kannst du auf das Düngen verzichten.

Extratipp: Da der Kaffeestrauch zu einer starken Wurzelbildung neigt, solltest du ihn alle zwei bis drei Jahre umtopfen.

Vom Kaffeestrauch zur Ernte: Geduld ist der Schlüssel

Der Anbau einer Kaffeepflanze ist nicht nur ein optisches Highlight. Hast du ausreichend Geduld und pflegst das Gewächs richtig, kannst du deine eigenen Kaffeebohnen ernten.

Die erste Blüte: Wann du mit den ersten Blüten rechnen kannst

Die Kaffeepflanzen-Blüte setzt vier bis fünf Jahre gesundes Wachstum voraus. Sofern die Standortgegebenheiten passen, bilden sich die weißen Blüten im Frühjahr zwischen März und Mai. Ihr angenehmer Duft ist blumig-süß und erinnert an Jasmin.

Wie lange dauert es, bis eine Kaffeepflanze Früchte trägt?

Sobald eine Kaffeepflanze blüht, kann sie auch Früchte tragen. Rund zehn Monate nach der Blüte können sich die roten Kaffeekirschen bilden. Allerdings nur, wenn die Blüten zuvor bestäubt wurden.

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Kaffeekirschen an einer Kaffeepflanze

Die Coffea Arabica ist selbstbestäubend und benötigt daher keine Zweitpflanze. Anders verhält es sich bei der Coffea Canephora, von der die Robusta-Kaffeebohnen stammen. Bei ihr ist eine zweite Pflanze für die Bestäubung essenziell.

Von der Kaffeekirsche zur Bohne: Die eigene Ernte verarbeiten

Die Ernte der Kaffeekirschen erfolgt, wenn sie weich und tiefrot gefärbt sind. Bei einer Zimmerpflanze kannst du sie vorsichtig mit der Hand abpflücken.

Am besten legst du sie anschließend für drei bis fünf Wochen an einen sonnigen Ort. Dort können sie trocknen, bis das Fruchtfleisch braun und brüchig wird und die darin liegenden Kaffeebohnen freigibt.

Die noch grünen Kaffeebohnen kannst du waschen und nach dem nochmaligen Trocknen bei 200 Grad Celsius im Backofen bei „Umluft“ rösten. Nach zehn bis 20 Minuten werden die Bohnen braun und entwickeln ihr unverkennbares Aroma.

Damit sie abkühlen können, legst du sie im Anschluss am besten in ein Sieb. Später kannst du sie etwa in einer Kaffeemühle zu Kaffeepulver zermahlen.

Weiterführende Pflegetipps und Problemlösungen

Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass deine Kaffeepflanze blüht und Früchte bildet, solltest du auf die richtige Pflege achten. Die folgenden Tipps helfen dir dabei:

Kaffeepflanze überwintern: Ist der Kaffeestrauch winterhart?

Kaffeepflanzen bevorzugen Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad Celsius. Selbst im Winter brauchen sie eine Umgebungstemperatur von mindestens 15 Grad Celsius. Daher solltest du sie in der kalten Jahreszeit unbedingt ins Haus holen.

Hilfe, meine Kaffeepflanze hat gelbe Blätter! Häufige Probleme lösen

Kaffeepflanzen sind anspruchsvoll. Ihr Missfallen über den falschen Standort oder ein fehlerhaftes Gießverhalten verkünden sie meist durch verfärbte und abfallende Blätter. Mögliche Gründe:

  1. Nässe staut sich im Topf und die Wurzeln verfaulen. Du solltest die Pflanze umtopfen und weitere Staunässe unbedingt verhindern.
  2. Die Pflanze bekommt zu wenig oder zu viel Licht. Wähle einen besseren Standort.
  3. Du gießt mit kalkhaltigem Wasser, sodass die Kaffeepflanze unter einem Eisenmangel leidet. Gieße fortan besser mit Regenwasser.
  4. Ein Mangel an Stickstoff, Schwefel oder Magnesium liegt vor. Abhilfe schafft ein nährstoffreicher Dünger. Dünge die Kaffeepflanze wöchentlich, bis sie sich erholt hat. Anschließend reichen zweiwöchige Intervalle.

Ist die Kaffeepflanze giftig für Haustiere und Kinder?

Sowohl die Blätter als auch die Früchte der Kaffeepflanze enthalten Koffein und sind daher für Hunde, Katzen und Nager giftig. Bereits beim Verzehr kleiner Mengen treten Symptome wie Durchfall oder Erbrechen auf. Bei einer schweren Vergiftung kommen auch Krampfanfälle vor.

Aus Sicherheitsgründen solltest du deine Kaffeepflanze daher so aufstellen, dass deine Haustiere nicht daran knabbern können.

Für Menschen ist das Gewächs zwar ungefährlich. Allerdings können auch bei Kleinkindern Vergiftungssymptome drohen, wenn sie Blätter oder Kaffeekirschen in den Mund nehmen.

Die bekanntesten Kaffeesorten: Arabica und Canephora (Robusta) im Porträt

Bei den Kaffeepflanzen unterscheiden sich die Coffea Arabica und die Coffea Canephora in mehrfacher Hinsicht:

Coffea ArabicaCoffea Canephora
Aussehen der Kaffeebohnenflach und ovalrund und klein
Reifung9 Monate11 Monate
Geschmackfruchtig, nussig oder süßkräftig bis bitter
Koffeingehalt1,1 bis 1,7 Prozent2,0 bis 4,5 Prozent
Eignung der KaffeebohnenFilterkaffee und EspressoEspresso im italienischen Stil

Häufig gestellte Fragen zur Kaffeepflanze

Wann sollte man die Kaffeepflanze schneiden?

Der Rückschnitt der Kaffeepflanze erfolgt im zeitigen Frühjahr vor dem neuen Austrieb.

Welche Schädlinge können die Kaffeepflanze befallen?

Vor allem Schildläuse schwächen die Kaffeepflanze.

Wie viel Wasser braucht eine Kaffeepflanze?

Abhängig von Alter und Größe benötigen Kaffeepflanzen 50 bis 200 Milliliter Wasser am Tag.

Fazit: Die wichtigsten Pflegetipps zusammengefasst

Möchtest du, dass deine Kaffeepflanze gesund wächst und blüht, stelle sie an einen hellen, warmen Standort. Keinesfalls sollte die Umgebungstemperatur niedriger als 15 Grad Celsius sein. Vergiss nicht, die Zimmerpflanze regelmäßig mit kalkfreiem Wasser zu gießen, aber vermeide unbedingt Staunässe.

Koffeinhaltige Grüße,
Das Kaffee-Wiki Team

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