Herstellung von Kaffeekapseln

Jul 8, 2014 von

Herstellung von Kaffeekapseln

Kaffeekapseln hat zuerst die zum Nestlé-Konzern gehörende, aber eigenständig agierende Firma Nespresso erfunden, erst seit 2011 gibt es alternative Konzepte wie Caffissimo von Tchibo, die ebenso vollmundig schmecken. Die Kaffeekapsel besteht im Original aus Aluminium, inzwischen gibt es auch zu den Nespresso-Maschinen kompatible Materialien aus biologisch abbaubarem Material. Für die Aluminium-Kapseln existiert an sich ein gut ausgebauter Recycling-Kreislauf, allerdings müssen die Verbraucher darauf achten, die leeren Kaffeekapseln entsprechend zu entsorgen (gelber Sack).

Wie kommt der Kaffee in die Kaffeekapsel?

Für die enthaltenen Kaffees in den Kapseln werden nur ausgesuchte Sorten verwendet, das ist neben dem Aufbau der Kapselmaschinen ein Teil des Erfolgsgeheimnisses. Bevorzugt kommt der Kaffee von Plantagen in Brasilien, Mexiko, Costa Rica und Indonesien, es handelt sich um handgepflückte und verlesene Bohnen. Prüfer der Kapsel-Unternehmen wie Nespresso schauen sich die Sorten schon vor Ort an und wählen die geeigneten Bohnen aus, die anschließend verschifft werden. Bei den Herstellern beispielsweise in der Schweiz (Nespresso) wird noch einmal sortiert, Probensammler entnehmen den Kaffeesäcken mundgerechte Portionen, bereiten daraus Kaffee zu und entscheiden dann per „Cupping“ über die Endauswahl. Die so gewonnenen Bohnen werden getrocknet, geröstet, gemahlen und maschinell in die Kaffeekapseln abgefüllt. Der gesamte Verarbeitungsprozess bis zum Einfüllen des Pulvers erfolgt vorwiegend – bis auf Entfeuchtungsvorgänge – unter Luftabschluss, um das Kaffeearoma zu erhalten. Die grammgenaue Abfüllung und aromadichte Versiegelung der Kapseln unterliegt sehr exakten technischen Voraussetzungen und strengsten Kontrollen. Eine Produktionslinie der Fabriken kann täglich rund eine Million Kapseln produzieren.Herstellung von Kaffeekapseln

Wie entsteht der vollmundige Geschmack aus Kaffeekapseln?

Dass der Kaffee aus Maschinen von Nespresso oder Caffissimo so außerordentlich vollmundig schmeckt, hängt mit der Verwendung der entsprechenden Kaffeesorten, ihrer Verarbeitung, dem aromadichten Einschluss in den Kapseln, der genauen Portionierung, dem Mahlgrad und nicht zuletzt dem Brühdruck in der Kaffeemaschine zusammen. Anders als bei Filterkaffee oder auch im herkömmlichen Kaffeeautomaten tröpfelt nicht das heiße Wasser durch das Kaffeepulver, sondern es wird unter Druck und plötzlich hindurchgepresst. Dadurch nimmt das Wasser optimal die Kaffeearomen auf.

Wie entsorgt man die Kaffeekapseln richtig?

Nochmals: Kaffeekapseln aus Aluminium gehören in den gelben Sack. Damit ist ihr Recycling gewährleistet. Sie könnten optimalerweise ausgespült werden, aber das ist nicht zwingend nötig, kleinere Kaffeepulverreste werden beim Recycling verbrannt. Das ist umwelttechnisch nicht absolut optimal, jedoch im Verhältnis zu vielen anderen Verbrennungsvorgängen als marginal zu bezeichnen. Das Aluminium jedoch kann praktisch vollständig recycelt werden. Die Problematik besteht nicht in der entsprechenden Technik, sondern darin, dass Verbraucher die kleinen Kapseln wie normalen Hausmüll entsorgen, weil sie so klein, unauffällig und scheinbar nebensächlich sind. Das ist verkehrt, idealerweise stellt sich die Familie einen extra Behälter für die Kaffeekapseln neben die Maschine von Nespresso oder Caffissimo, Nespresso-Shops und Tchibo bieten so etwas an. Es gibt auch recht aufwendige Konzepte für die Wiederverwendung von Kaffeekapseln.

 

 

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